PowerPoint – Unbrauchbar im (Berufs-)Alltag?

PowerPoint – Unbrauchbar im (Berufs-)Alltag?

PowerPoint Präsentationen, bei denen lieblos Folie an Folie aneinandergereiht wird, die kaum einen Mehrwert bieten, und ziemlich einschläfernd wirken? Hat jeder schon einmal erlebt. Nichtsdestotrotz ist PowerPoint im Berufs- und Studienalltag allgegenwärtig und unumgänglich. So wird geschätzt, dass etwa 95 Prozent aller Präsentationen mit PowerPoint gemacht werden. Pro Sekunde werden demnach 350 neue PowerPoint Präsentationen erstellt. Bei Großkonzernen wird der Umgang mit PowerPoint mit Fähigkeiten wie essen oder schreiben gleichgesetzt. Jedoch heißt Umgang noch nicht gleich richtiger Umgang. Für eine gelungene Präsentation reicht es nicht, Folien nach dem 08/15 Muster zu erstellen und diese nacheinander abzulesen.

PPT – Reiner Chart Junk?

Denn die Folien einfach so lustlos herunterzurasseln, hat nicht nur einen Nutzen gleich Null, sondern kann sich auch kontraproduktiv auf das Publikum auswirken. Oftmals hört nämlich kaum noch jemand zu, wenn Informationen Appetithäppchenmäßig dem Auge visuell präsentiert werden. Vor allem, wenn die Informationen, die vorgetragen werden, identisch mit denen sind, die auf den Folien stehen. PowerPoint kann also auch von Nachteil sein. Einige Unternehmer untersagen den Gebrauch von PPT sogar vollständig. So hat Amazon Chef Jeff Bezos seinen Mitarbeitern eines Tages eine Mail geschickt, in dem das unverzügliche Verbot von PowerPoint Präsentationen angeordnet wurde. Auch Apple Gründer Steve Jobs soll PowerPoint gehasst haben und meinte, dass Leute, die wissen von was sie reden, kein PowerPoint bräuchten. Ob das nun konstruktive Kritik an PowerPoint ist oder nur daran liegt, dass PPT zum Apple-Konkurrenten Microsoft gehört, ist jedoch fraglich…

Microsoft PowerPoint – mehr als 30 Jahre Präsentationen in allen Lebenslagen

Das Präsentationsprogramm wurde erstmals 1984 von der Firma Forethought im Sillicon Valley unter dem Namen Presenter entwickelt. Die erste Version erschien drei Jahre später im April 1987 für den Apple Computer Macintosh. Mit der Übernahme der Firma nur kurze Zeit später erwarb Microsoft die Rechte an dem Programm und veröffentlichte drei Jahr später im Mai 1990 mit PowerPoint 3.0, die erste Version, die nun auch mit Windows kompatibel war. Spätestens dann begann die Erfolgsgeschichte für PowerPoint. Jährlich sollen rund 100 Milliarden PowerPoint Präsentationen erstellt werden. Sei es, um sein Lieblingstier in der Klassenstunde vorzustellen, um Bäckereifachverkäufer auszubilden oder aber um seine internationalen Businesspartner von der neuen Geschäftsidee zu überzeugen. PowerPoint ist überall. Und das nicht ohne Grund.

Die Nutzung von PowerPoint, da sind wir uns hoffentlich alle einig, ist einfach. Die Folien-Basics zu erstellen bekommt jeder hin. Dass aber einem die PowerPoint Präsentationen nahezu überall hinterhergeschmissen werden, liegt noch an etwas Anderem: Der besonderen Zweckmäßigkeit von Präsentationen, die verschiedene Kanäle ansprechen. Die visuelle, auditive und kommunikative Wahrnehmung klappt durch eine PowerPoint Präsentation nun mal einfacher als durch ein schlichtes Word-Dokument oder eine freihändig vorgetragene Erläuterung. Die verschiedenen Lerntypen können sich durch Präsentationen, bei denen möglichst viele Kanäle angesprochen werden, effektiver und effizienter ihren Mehrwert aneignen.

Die Klausuren-Bibel für jeden Studenten

Auch in der Uni ist PowerPoint der Liebling schlechthin. Das Programm ist mittlerweile zur Bibel für Klausuren geworden. So richten sich die Studenten nicht mehr nach der gedruckten Lektüre des Dozenten, sondern der Dozent passt seine Inhalte auf die heiß geliebten Folien ab. Und wehe, es kommt etwas in der Klausur dran, was nicht in der PowerPoint stand. Für die Studenten (fast) ein Eldorado. Man muss in den Vorlesungen nicht mehr zuhören, ja fast gar nicht mehr anwesend sein oder horrende Summen für die diversen Bücher des Dozenten blechen. Es reicht ein Klick und die PowerPoint ist heruntergeladen und das Aneignen des Lernstoffs erfolgt schon fast von selbst. Jedoch ist Sinn und Zweck von PowerPoint nicht, den Redner zu ersetzen, sondern diesen maximal zu unterstützen. Ebenso sind ein einheitliches Design mit gleicher Schriftgröße und gleichen Formen und Farben förderlich, um die eigene Präsentation möglichst wirkungsvoll dem Publikum vorzustellen.

Jetzt schon alles Wichtige über den richtigen Umgang mit PowerPoint gehört? Nö? Richtig, denn im nächsten Blogbeitrag widmen wir uns verschiedenen Plug-ins sowie Templates, mit denen sich PowerPoint Präsentationen einfacher, erfolgreicher und Design-technisch ansprechender gestalten lassen. Schaut rein!

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