Digitalisierung in 2017 – was ist geschehen? Potentiale, Risiken und Ausblicke auf 2018

Digitalisierung in 2017 – was ist geschehen? Potentiale, Risiken und Ausblicke auf 2018

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?
Eben war es noch Sommer und nur einige Momente später befinden wir uns bereits mitten in der Weihnachtszeit. Kommt euch das auch so vor?
Einen Monat haben wir zwar noch vor uns, in dem noch so Einiges geschehen kann, aber dennoch ist das Jahr 2017 so gut wie vorbei. Und es war ein wahrlich spannendes Jahr.
Vor allem im Bereich Digitalisierung hat sich einiges getan. Unser Zeitalter der Digitalisierung ist schnelllebig, flexibel und verändert nach und nach alle Bereiche der Gesellschaft. Auch Großunternehmen haben unlängst bemerkt, dass ein Wechsel von Strukturen in den Großkonzernen stattfinden muss, um sich dem Zeitalter gemäß anzupassen und entsprechend zu wachsen oder ihren Status aufrechtzuerhalten.

Das Jahr neigt sich nun also langsam dem Ende zu und wir haben uns gefragt, was sich speziell in 2017 für die Gesellschaft durch die voranschreitende Digitalisierung geändert hat.
Hier die bekanntesten Upgrades des gesellschaftlichen Lebens, die sich mit Sicherheit noch weiterentwickeln werden:

Kontaktlos bezahlen

Was 2016 schon angekündigt wurde, ist 2017 umgesetzt worden – das kontaktlose bezahlen, bei dem man seine Girokarte einfach nur an das Kartenlesegerät hält ohne sie Einzustecken. Bei einem Zahlungsbetrag bis 25 € erfolgt die Abbuchung ohne PIN-Eingabe. Bereits in der ersten Hälfte dieses Jahres haben Filialen nachgezogen und das kontaktlose Bezahlen mit der EC-Karte ermöglicht. Dazu gehören Unternehmen wie Lidl, Aldi (Nord und Süd), Rewe, Rossmann, etc.
Das kontaktlose bezahlen wird sich unserer Meinung nach ausbreiten und es werden mit Sicherheit noch eine Vielzahl von Unternehmen nachziehen.
Eine praktische Angelegenheit, die jedoch immer noch einige Schwachstellen hat. Da durch das kontaktlose Bezahlen weder PIN noch Unterschrift benötigt wird, ist hierbei das Risiko von Betrugsfällen umso höher, denn den Kartenbetrügern wird es umso leichter gemacht. Vielleicht lässt sich 2018 ein besseres Absicherungssystem entwickeln, sodass diese Möglichkeit zurecht als eine Vereinfachung des Alltaglebens gefeiert werden kann.

Autonomes Fahren

Auch keine Errungenschaft des Jahres 2017, aber in 2017 wurde dieser Markt deutlich stärker vorangetrieben – vor allem nach den Abgasskandalen mehrerer Autohersteller, darunter nicht nur VW allein. Die Automobilbranche birgt unglaublich viel Potential in diese Richtung, dennoch stehen laut Statista-Umfragen noch 49,8 % der Deutschen dem autonomen Fahren eher skeptisch gegenüber.

Die Konsequenz wäre natürlich, dass viele Arbeitspositionen wie z.B. Kraftfahrtzeugfahrer überflüssig wären. Würde das autonome Fahren und die E-Mobility zudem tatsächlich die Mehrheit des Marktes übernehmen, müssten viele Menschen ihre jetzigen Autos, die vielleicht noch in einem Top-Zustand sind, verkaufen, da auch diese nach und nach überflüssig wären. Tankstellen sowie die Automobilbranche bis zu ihren kleinsten Abteilungen müssten auf einen extrem tiefgreifenden Wechsel gefasst sein: Entsprechend umdenken, ihr Personal umschulen und neuartige Arbeitsplätze schaffen. Das könnte ein Grund sein, weshalb die Automobilbranche in Deutschland nur langsam zur Thematik E-Mobility nachzieht und so viele Deutsche nicht proaktiv und positiv demgegenüber stehen. Schade, denn die Umwelt würde es uns sicherlich danken. Und die Schaffung neuer Arbeitsplätze liegt letztendlich in der Hand der betroffenen Unternehmen und Führungskräfte. Unser Standpunkt dazu ist: Für eine fortgeschrittene Zukunft muss auch investiert werden. Wir hoffen, dass das mit der neuen kommenden Bundesregierung verstärkt unterstützt wird, da viele Parteien bereits die Wichtigkeit der Digitalisierung und ihrer Möglichkeiten erkannt haben.

Arbeitsleben

Auch die Jamaika-Verhandlungen befassten sich nach den Bundestagswahlen 2017 mit einem Thema, welches aufgrund der Digitalisierung Veränderungsprozessen zugrunde liegt: Flexibilität bei der Gestaltung eines Arbeitsalltages. Hierbei wird diskutiert, ob eine strikte 40-Stunden Woche mit ihren 8-Stunden-Tagen noch zeitgemäß und zielführend ist. Vor allem bei digital arbeitenden Unternehmen, die zudem intern gut vernetzt sind.

Einige Unternehmen oder Abteilungen bieten bereits individuelle Arbeitszeitmodelle an, um beispielsweise Frauen mit Kindern die Chance zu geben ihre Karriere weiterhin zu verfolgen, Mitarbeitern mit langen Pendlerwegen die Möglichkeit zu bieten auch mal hin und wieder Home-Office zu machen oder Mitarbeiter*innen generell Weiterbildungsmöglichkeiten auch innerhalb der üblichen Arbeitszeit wahrzunehmen. Das klingt mittlerweile schon nach einem Modell, was am Mitarbeiter als Menschen ausgerichtet ist und nicht als Profitinstrument. Daher sollte man sich fragen, ob die Unternehmensziele und das Arbeitspensum wirklich von einem festen Stundenmodell abhängig sind oder nicht doch individuell und neuartig gestaltete Unternehmensstrukturen mehr Sinn machen.

Dahingehend gibt es also einiges zu diskutieren und neu zu konzeptionieren, aber 2017 hat gezeigt, dass die Gesellschaft bis hin zur Politik wahrgenommen hat, dass es eine Dringlichkeit gibt die bisher steifen Unternehmensstrukturen zu überdenken. Wir sind gespannt, was vielleicht schon bald möglich wird.

Digitalisierung weitertreiben – aber wie?

Ganz klar braucht alles, was mit Digitalisierung zu tun hat die nötigen kompetenten ITler dafür. Wie wir bereits dieses Jahr in einem Blogbeitrag hervorgehoben haben, wird gegen den IT-Fachkräftemangel nicht wirklich proaktiv etwas getan. Als besonderes Manko haben wir hierbei die fehlende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Schule, Universitäten und Betrieben genannt. Grundkompetenzen in der Schule zu vermitteln ist unserer Ansicht nach ein Muss, wenn man die Schüler gestärkt für den Arbeitsmarkt vorbereiten will. Für den beruflichen Werdegang soll selbstverständlich jeder für sich selbst entscheiden, worauf er seine berufliche Laufbahn ausrichten möchte, aber einige Grundlagen sowie ein grobes Basisverständnis, wieso manche Programme eigentlich so funktionieren wie sie funktionieren, sollten jedem an die Hand gegeben werden. Die Digitalisierung in jedem Bereich unserer Gesellschaft ist immer deutlicher zu spüren und es wäre fatal, wenn die Mehrheit abgehängt werden würde, weil die Veränderungsprozesse schlichtweg nicht begriffen werden. Wir sollten uns nicht eines Tages umsehen und uns wundern, wie die Unzufriedenheit der abgehängten Menschen und das Gefühl der Wertlosigkeit anwächst, weil viele keinen Beitrag mehr leisten können.

Yet there’s more to know. Wir freuen uns auf das Jahr 2018 und sind als Softwaredienstleister ganz besonders gespannt, was die nahe Zukunft bringt.

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