About Bitcoins and Blockchains

About Bitcoins and Blockchains

Vor zwei Wochen haben wir einen kurzen Überblick gegeben über die Fortschritte der Digitalisierung konkret in 2017 und welche Ausblicke für 2018 interessant sind.

Diesmal möchten wir uns einer digitalen Innovation widmen, über die ein ganz großer Hype kursiert.

Die Rede ist von Bitcoins.
Dieses Thema dürfte wohl nicht nur die Tech-Welt in Atem halten, sondern vor allem auch die Banken- und Aktienwelt interessieren.

Bitcoins gibt es an sich schon seit 2008, doch momentan boomt das Interesse wieder unglaublich. Denn wer beispielsweise Anfang 2011 100 $ in Bitcoins investiert hat, konnte diese Ende 2011 bereits auf 1573,32 $ vervielfachen. Eine beachtliche Summe in der Kürze der Zeit.
Aber spulen wir für das Verständnis erst einmal ein paar grundlegende Schritte zurück.

Was ist Bitcoin?
Bei Bitcoin handelt es sich um eine digital geschaffene Währung, die nicht von Banken oder dem Staat kontrolliert und verwaltet wird. Von wem dann? Theoretisch von dir. Und deinem Nachbarn. Und deinem Freund. Und dem Kerl auf der anderen Seite der Welt. Von allen, die Bitcoins nutzen. denn bei Bitcoin gilt der Grundsatz „Mehrheit gleich Wahrheit“. Hierbei bestätigen Leute rund um die Welt – vorausgesetzt sie selbst sind ebenfalls im Bitcoin Universum registriert – dass Person A Person B soundsoviel Bitcoins überwiesen hat.

Ohne Blockchain kein Bitcoin
Das Bitcoin System basiert auf einer Open-Source Software: Blockchain. Wie der Name schon sagt, stellt diese Technologie eine Art Kette an Blocks dar, in denen Informationen und jegliche getätigten Aktionen gespeichert werden. So wird bei den Bitcoins die Absicherung der Währung und des Währungstransfers gesichert. Der allgemeine Konsens ist bei Bitcoin führend – siehe oben „Mehrheit = Wahrheit“. Aufgrund der Open-Source Charakteristik ist wirklich jeder einzelne Schritt bei Bitcoins transparent und für einen jeden nachvollziehbar. Ist ein Block neu hinzugefügt, kann er prinzipiell nicht im Nachhinein verändert oder manipuliert werden. Das bietet einen hohen Grad an Sicherheit. Zudem ist das Netzwerk dezentral und hat keinen bestimmten Speicherort. Man kann sich dies als öffentliche Registerkarte vorstellen, in die ein jeder Einblick hat. Trotz dieser Transparenz bleiben Bitcoin Besitzer anonym, da man keinen Namen und keine Adresse zu dem Bitcoin-Wallet angeben muss – anders als bei einem Bankkonto.

Anonymität seit Anbeginn der Bitcoins
Jetzt kommt natürlich die Frage auf, wie andere denn die Höhe deines Geldbeutels oder die Transaktionen, die du getätigt hast, bestätigen können (nach dem Konsens-Prinzip), wenn doch alles anonym ist. Natürlich hat ein jeder Bitcoin-Besitzer eine Adresse, die generiert wird. Dahinter verbirgt sich aber nicht wirklich dein Wohnsitz. Es ist ausschließlich deine Bitcoin-Adresse. Diese ist öffentlich. Dazu hast du, ähnlich wie bei einem Bankkonto, eine Art verschlüsselten Zugang, den aber nur du kennst (oder zumindest kennen solltest). Mit diesem Zugang kannst du dann Transaktionen in Gang setzen, die von anderen Nutzern beobachtet und bestätigt werden müssen. So erweitert sich die Blockchain, die all diese Informationen abspeichert.

Interessante Side-info: Man weiß bis heute nicht wer hinter der Erfindung der Bitcoins steckt. Alles, was man weiß – oder was man wissen soll? – ist ein Name: Satoshi Nakamoto. Ob sich hinter diesem Namen mehrere Leute oder ein/e einzige/r Softwareentwickler/in versteckt, weiß man nicht.

Wie zukunftsrelevant ist die Aufregung rund um Bitcoins und Blockchains?
Da der Hype sich langsam aber sicher aufgebaut hat und sich immer mehr Entwickler mit der Blockchain Thematik befassen, kann man davon ausgehen, dass sich in dieser Technologie noch viel tun wird. Denn Blockchains werden nicht nur für Bitcoins verwendet. Die Konsens-Technologie, die Informationen in ihren Blocks abspeichert, wird nämlich auch dafür verwendet sogenannte smart contracts zu erstellen. Somit kann man auch Verträge generieren. Diesem Gebiet der smart contracts widmet sich momentan Ethereum.

Das theoretische Ausmaß der Bitcoins und Blockchain-Technologie durchdringt alles
Falls stetig mehr Dienstleistungen und Produkte die Bitcoin-Zahlung mit integrieren, wächst das Potential eines der größten Gefahren für die staatlichen Banken zu werden.
Ebenso können basierend auf Blockchains neue gesellschaftliche Konzepte entstehen, die viele Vermittler- und Überwachungsinstanzen ablösen würde.

Doch das System ist nicht perfekt. Die Blockchain kann nämlich nicht im Nachhinein geändert, gelöscht und neu aufgesetzt werden. Fehler können unterlaufen und das Mehrheitsprinzip, welches eigentlich der Verifizierung und Fairness dienen soll, können Fauxpas oder absichtliche Intrigen birgen.

Entwickler sind bereits daran, die Blockchain Technologie weiter auszureifen und mögliche Verbesserungen zu evaluieren. Workshops und Seminare dazu sind ebenfalls 2017 in vollem Gange gewesen.

Unser Fazit
Man darf gespannt auf die Zukunft blicken.

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