Mangelnde IT-Ausbildung hemmt die deutsche Wirtschaft

Mangelnde IT-Ausbildung hemmt die deutsche Wirtschaft

Letzte Woche hatten wir erläutert wie man ein Unternehmen digitalisieren kann und wie man welche Prozesse konkret optimieren kann. In einem älteren Blogbeitrag hatten wir schon einmal angeschnitten, weshalb die IT Fachkräfte in Großunternehmen so oft mit Routineaufgaben überfrachtet sind und weshalb der Bedarf an IT Experten gerade auch extern so gefragt ist. Es ging also vorwiegend um Probleme im Berufsleben und wie we {code} it diese beheben kann. Heute wollen wir einen Schritt weiter gehen bzw. einen Schritt zurück: Wo liegt die Urquelle der bisher geschilderten Probleme und was tun wir eigentlich genau, um diesem Problem entgegenzuwirken?

Digitaler Analphabetismus an deutschen Schulen
In unserer zunehmend digitalisierten Welt ist es wichtiger denn je, sicher im Umgang mit dem Web und IT zu sein. Doch das deutsche Bildungssystem ist auf diese Anforderungen nicht optimal ausgerichtet. Hier erläutern wir, woran das liegt.

In Deutschland ist der sogenannte digitale Analphabetismus weit verbreitet. Damit liegen wir deutlich hinter den Standards anderer Länder. Während das Fach Informatik zum Beispiel in England seit 2014 fester Bestandteil des Lehrplans ist, wird es in Deutschland in der überwiegenden Mehrzahl der Bundesländer nur als Wahlfach angeboten. Doch in einer Wirtschaft 4.0 ist es nötig, Kompetenzen im digitalen Bereich so umfassend wie möglich zu vermitteln, denn nur dadurch werden Unternehmen auf Dauer zukunftssicher und innovativ sein können.

Mängel selbst im Informatikstudium
Wie das Magazin t3n berichtete, war diese Problematik auch Thema einer Paneldiskussion auf der diesjährigen CeBIT. Neben dem generellen Mangel an digitaler Kompetenz wurde hier unter anderem beklagt, dass selbst Informatikstudenten mitunter nicht coden können. Zudem ist die Abbrecherquote in Informatikstudiengängen nach wie vor sehr hoch. Daraus ergibt sich ein Mangel an qualifizierten Fachkräften, denn laut Bitkom herrscht ein deutlicher Bedarf: ca. 51.000 Stellen für IT-Spezialisten sind derzeit offen.

Kompetenzförderung durch Praxiserfahrung im Studium
Ausgehend davon sind wir zu unserem Konzept gelangt: we {code} it hat es sich zum Ziel gesetzt, dieser Problematik Abhilfe zu schaffen, indem wir Informatikstudenten schon während ihres Studiums darin unterstützen, Praxiserfahrung zu sammeln. Für uns ist es wichtig, eine Brücke von Universität zur Praxis zu bilden, indem wir Jobs an Studenten vermitteln, anhand derer sie sowohl ihre Kenntnisse anwenden als auch erweitern können. Da Bildung oft auch eine finanzielle Belastung darstellt, bieten wir außerdem kostenlose Fortbildungen an. Wir sehen uns daher als zukunftsorientiertes Startup, das dem Mangel an IT-Fachkompetenz entgegenarbeitet. Denn nur auf diese Weise können wir sicherstellen, dass Deutschland als Digitalstandort konkurrenzfähig bleibt.

Entscheidungsdilemma? Löse es!
Wer sich darüber hinaus informieren will, ob er auf dem Weg des Studiums oder der Ausbildung besser aufgehoben ist, kann sich gerne unter http://www.biknetz.de/ informieren. Dort findest du unter anderem den Ausbildungsberuf Fachinformatiker/in in der Auflistung der Ausbildungsberufe. Auf diesem Wege kannst du eine am Coden nähere Berufsausbildung in Erwägung ziehen, falls du bereits in einem Betrieb fest eingebunden sein willst. Die Plattform bietet dir Hilfestellung bei der Qual der Wahl.

Frontend Frameworks – Teil 3

Frontend Frameworks – Teil 3

Im dritten Teil unserer Frontend Framework Reihe kommen wir zu den etwas anspruchsvolleren Frameworks, die eher für Leute mit Berufserfahrung als Developer angemessen sind.

Da hätten wir zum einen Foundation, welches von Großunternehmen wie eBay, Facebook oder Mozilla benutzt wird. Dieses Framework unterstützt GPU Beschleunigungen, was gleichmäßige und blitzschnelle Animationen ermöglicht. Ebenso hat es keine Lock-In bei Styles, sodass man flexibler arbeiten kann. Zudem benutzt es REMS statt Pixel. Das hat den Nutzen, dass man sich nicht an bestimmte Höhen oder Breiten bei jedem Endgerät richten muss.

Foundation gilt als Framework für Entwickler mit einem gewissen Erfahrungspensum, die vor Allem schnelle, reaktionsfähige Webseiten programmieren.

 

Sucht ihr nach einem Framework, mit dem ihr simpel Google’s Material Design Richtlinien befolgt, dann macht ihr mit Material UI nichts falsch, denn es ist das am besten ausgearbeitete Framework, um die Richtlinien umzusetzen. Aber: es ist kein geeigneter Ansatzpunkt, um ein neues Webdesign Projekt aufzusetzen.

Mit gebrauchsfertigen CSS- und Materialdesign-kompatiblen Klassen beladen, wird Material UI auf dem LESS Preprocessor aufgebaut. Weil es React-Komponenten verwendet, ist ein gewisses Verständnis von React hilfreich.

Absolut bezeichnend für dieses Framework ist, dass es individuell anpassbare Stile enthält, die in einzelne Dateien getrennt sind. So können Sie LESS CSS-Variablen überschreiben, ohne Framework-Komponenten zu beeinflussen.

Insgesamt ist es daher für Entwickler geeignet, die Erfahrung mit React.js haben und einen einfachen Weg einschlagen wollen, um die Material Design Richtlinien umzusetzen.

 

Entwickelt von Yahoo Developern ist Pure ein Framework, mit dem man so gut wie jedes Projekt angehen kann. Mit einem Array an CSS Modulen kann man mit Pure reaktionsfähige Buttons, Menüs, Grids, Tabellen und anderen interessanten Features kreieren. Dennoch ist hierbei zu beachten, dass momentan noch keine jQuery oder JavaScript PlugIns dafür vorhanden sind, da das Framework Pure ausschließlich .css Dateien umfasst.

Wenn es mit Gzip minimiert und komprimiert wird, verkleinert sich die Dateigröße bereits auf 4,75 kB, was es zu einem der schnellsten, platzsparendsten und geschicktesten Frameworks macht. Das ist der Grund, weshalb gerade so viele Mobile Developer so begeistert von Pure sind.

Folglich ideal für Entwickler, die sich mit Responsive Development beschäftigen.

 

UIKit ist ein höchst modulares Framework, welches sich von anderen Frontend Frameworks hervorhebt. Einer der vielen Gründe hierbei ist wohl, dass es sich SASS CSS preprocessors und LESS gleichsam bedient.
Mit einer Anordnung von leichten, reaktionsfähigen Klassen mit den gleichbleibend, gleichnamigen conventions wurde UIKit zu einem der beliebtesten Frontend Frameworks.
Durch die 30 modularen und erweiterbaren Komponenten kann es kombiniert werden, um noch mehr Einsatzflexibilität zu bieten.

Es enthält Navigationskomponenten wie side navigation bars, Elemente wie HTML-Formulare und Tabellen, JavaScript-Komponenten wie Off-Canvas-Bars und modale Dialoge; verbreitete Elemente wie Buttons, Abzeichen, Overlays und Layoutkomponenten, einschließlich eines flüssigen, vollständig ansprechenden Grids.

Das Framework hat zwar unglaublich viel an Angebot zu bieten, ist jedoch durch seinen relativ neuen Status für Beginner nicht zwingend geeignet, da es dementsprechend wenige Entwickler gibt, die damit schon repräsentative Projekte oder Tutorials dazu angefertigt haben.
Daher stehen hier Möglichkeiten gegen die Schwierigkeit des Neuheitsgrades. Folglich ist es besser, wenn sich Entwickler mit einer ansehnlichen Erfahrung an Programmierung daran versuchen. Letzten Endes ist es ein sagenhaftes Framework für simple sowie für komplexe Projekte und eine echte Alternative mit viel Nutzungspotential.

 

Für Diejenigen unter uns, die besondere Layout Bedürfnisse haben, ist Susy ein geeignetes Tool. Der Begriff Tool fällt hier deshalb, weil viele Susy als Grid Maker klassifizieren. Dennoch rüstet dieses Layout Tool einen unabdingbar für individuelle, anspruchsvolle und kreative Layout Wünsche auf. Es übernimmt alle Kalkulationen für den Benutzer, sodass man viel an Zeit und Energie spart.

 

 

Alles in Einem sollte die Entscheidung, welches Framework man verwenden möchte, nicht auf ihrer Beliebtheit beruhen, sondern vielmehr darauf, was für den Bedarf der Entwicklung am besten passt.

 

 

Frontend Frameworks – Teil 2

Frontend Frameworks – Teil 2

In Teil 1 unseres „Frontend Frameworks“ haben wir euch schon einmal in die Materie eingeführt, wie ihr das richtige Framework für euch speziell ermittelt und was man dabei beachten sollte. Da hieß es, dass man nicht immer die gängigen Frameworks nutzen muss, um ein großartige Webseite zu programmieren. Es gibt so viele neue, alternative Möglichkeiten, die euch – je nach eurem Kenntnis-Stand – besser dienen können.

Unsere Einführung ist angelehnt an die Top 10 Frontend Frameworks aus 2016.
Nach jeder Kurzbeschreibung der Frameworks, wird eingestuft, für welche Entwickler welchen Kenntnisstandes diese geeignet sind. Teil 2 wird sich vorerst mit Coding-Beginnern und Berufseinsteigern in der Entwicklung beschäftigen. Im dritten Teil unserer Beitragsreihe kommen dann die Frameworks für Fortgeschrittene mit mehrjähriger Berufserfahrung. Dran bleiben lohnt sich!

 

Der Korrektheit halber führen wir erst einmal Bootstrap an, das allgemein als gängig gilt und oft verwendet wird. Das von den Twitter-Entwicklern programmierte Framework beinhaltet einige der vebreitetsten Programmiersprachen: HTML, JavaScript und CSS. Bootstrap beinhaltet reaktionsfähige Webdesign Standards, die es dir erlauben Webseiten in jeglicher Komplexität und Größe zu entwickeln. Weil das Framework regelmäßig geupdatet wird, kann es in kürzester Zeit auf neue Features reagieren und sie einbinden.

Das Rundum-Paket ist für Beginner und Diejenigen, die ein robusteres Framework bevorzugen, recht ideal, enthält jedoch den Nachteil, dass durch die für das Web unübliche Größe lange Ladezeiten entstehen können. Das kommt durch die Masse an Klassen zustande, wovon nur ein Bruchteil genutzt wird.

 


Ein absoluter Newcomer mit Potential ist Semantic-UI. Ein Framework, welches sich durch seine Einfachheit auszeichnet und für Beginner sowie für Jene, die ein flinkes und leichtes Framework bevorzugen, geeignet ist.

Man sagt, dass Jene, die ein komplexeres Design und komplexeres Development fordern, dieses Framework Schwachstellen aufweisen kann. Dennoch birgt es den Vorteil von kleinen Dateigrößen, kurzen Ladezeiten und unglaublicher Aufstellung an Bibliotheken, sodass man eigentlich keine anderen Bibliotheken mehr braucht.

 

Materialize beinhaltet Design Besonderheiten von Google und stellt ready-to-use buttons bereit, icons, Karten, Formen und anderen Komponenten. Diese Elemente werden in einer Standardversion und in der Version, die mit SASS läuft, angeboten.

Außerdem umfasst Materialize einen praktischen IZ column grid feature, was man für Website Layouts verwenden kann. Mit Materialize kann man Typographien, Schatten, Farben und andere prägnante Animationen verwenden. Der Vorteil der immensen Auswahl an Klassen ist hierbei definitiv als Vorteil zu nennen. Konträr dazu stehen die großen Dateigrößen, die ebenso lange laden müssen wie bei Bootstrap. Somit ist das Framework ein etwas sperriges.

Als geeignet eingestuft wird es für Entwickler, die noch etwas Orientierung und Anleitung brauchen bezüglich Google’s Material Design Spezifiken.

 

Diejenigen, die kleine Projekte umsetzen wollen, für welche nicht alle Style-Klassen eines großen Frameworks erforderlich sind, ist Skeleton eine nennenswerte Alternative, die nicht jedem geläufig ist.
Skeleton ist ein reaktionsfähiger Textbaustein mit einem 400 Zeilen Code. Dieses Framework ist lediglich dazu gedacht mit der Entwicklung eines Web Projektes anzufangen und bietet daher nur das Minimum an Voraussetzungen wie z.B. Tabellen, Formen, Listen, Buttons, etc. Daher für Berufseinsteiger ideal, die sich mit ersten Projekten profilieren wollen und neu in die Praxis- und Projektwelt eintreten.

Frontend Frameworks – Teil 1

Frontend Frameworks – Teil 1

Da es eine solche Vielzahl an verschiedenen Frontend Frameworks gibt, kann sich die Wahl des richtigen Frameworks schwierig gestalten. Wie viele andere Entwickler auch, neigt man oftmals dazu die beliebten und bewährten Optionen wie Bootstrap und Foundation zu nehmen. Dann aber wieder kann ein weniger weit verbreitetes Framework effektiver auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Daher lohnt es sich, sich auf den neuesten Stand zu bringen und sich über verschiedene neue Frameworks und ihren Nutzen zu informieren. Über neuere Alternativen klären wir euch im zweiten Teil auf. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns erst einmal auf die Faktoren, die ihr zu einer Ermittlung des richtigen Frameworks beachten müsst.

Aspekte, die man bei der Wahl des Frameworks beachten muss

  • Dein Skill-Level: Du solltest dir immer darüber im Klaren sein, was du kannst und was nicht. Wenn du ein Anfänger bist, dann wäre es durchaus sinnvoller ein robusteres Framework wie Bootstrap zu wählen, da es schon vorausgestattet ist mit mehreren sinnvollen Widgets, die einem nicht allzu fordernde Coding Kenntnisse abverlangen. Bist du jedoch bereits geübter im Coden, solltest du Frameworks in Betracht ziehen, die mehr individuelle Anpassungen zulassen.
  • Responsive Design: Jede Website, die man entwickelt, sollte ordnungsgemäß über alle Geräte zugänglich sein, da immer mehr Menschen über mobile Geräte auf das Internet zugreifen. Die WELT berichtete erst kürzlich über eine Studie von Adobe Digital Insights, die ausgewertet hat, dass Webseiten fast nur noch über Smartphones angesehen werden. An zweiter Stelle steht das Tablet und die heute schon altmodische Desktop-Ansicht über PCs bilden damit das Schlusslicht. Um die Kunden also anzusprechen, ist ein responsive Design also unabdingbar.
    Darüber hinaus hat die Studie ergeben, dass die allgemeine App-Nutzung und Neuinstallationen von Apps im weltweiten Trend stagniert, aber Deutschland hierbei die große Ausnahme bildet. Somit bilden wir einen großen Inlands-Markt an App-Nutzung ab. Deshalb: Bleib bei Frontend Frameworks, die reaktionsfähige Web-Designs unterstützen. In dieser Hinsicht solltest du deine Experimentierfreudigkeit nicht ausleben und dich nach den Marktanalysen richten.
  • CSS Preprocessors: Solltest du diese benutzen und den ein oder anderen besonders nutzen, stelle im Voraus sicher, dass dein Framework diese unterstützt.

Alles zusammenfassend sollte das richtige Frontend-Framework das Webseiten-Design vereinfachen und optimieren und den Entwicklungsprozess beschleunigen. Dabei sollte bei der flexiblen Nutzung unterschiedlicher Funktionen keine Abstriche gemacht werden, damit immer noch ein einzigartiges und qualitatives Endergebnis rauskommt.