Digitalisierung der Bundesländer: Kann Deutschland durch Einheit glänzen?

Digitalisierung der Bundesländer: Kann Deutschland durch Einheit glänzen?

Im vorherigen Beitrag haben wir das Zeitalter der Informatik im Verlauf dargestellt und euch die wichtigsten Stationen der digitalen Revolution aufgelistet. Unglaublich bemerkenswert, was die Menschheit bisher erreicht hat, wenn man sich die Fortschritte erst einmal vor Augen führt.

Was wir heute in den Fokus stellen wollen ist jedoch das Datum, welches immer noch einen ganz bedeutenden historischen Wert – nicht nur für Deutschland alleine – hat. Die Wiedervereinigung am 3.10.1990 – der Tag an dem Deutschland wieder als Einheit zusammenfand. Als einer der wichtigsten Stationen auf dem Weg zum Ende des Kalten Krieges war das Datum international prägend und vereinfachte nicht nur das Leben der in Deutschland Lebenden. we {code} it gedenkt diesen Tag mit besonderer Ehrfurcht – zum Gedenken an die Opfer, die Rebellen, diejenigen, die unaufhörlich dafür gekämpft und gehofft haben und die Politiker, die sich für die Einheit einsetzten. An all die Arbeiter und an das Volk, das trotz aller Schwierigkeiten zusammengewachsen ist.

Wo Grenzen konstruiert werden, kommt der Mensch nie weit.
Willst du schnell gehen, geh‘ alleine, willst du weit gehen, geh‘ zusammen.
Möge sich das Wissen in den Herzen aller festsetzen und möge das Datum uns in Erinnerung bleiben.

 

Einheitlicher Fortschritt?
Im Zeichen des Anlasses wollen wir als Softwaredienstleister besonders beleuchten, ob Osten und Westen sich inzwischen hinsichtlich der Digitalisierung einander annähern konnten.

Im Deutschlandindex der Digitalisierung 2017 kann man sich umfassend zu allen Aspekten informieren, die eine gute digitale Infrastruktur ausmachen und in welchen Ländern welche Stärken oder Schwachpunkte liegen. Dabei wurden Bereiche wie das digitale Angebot von Behörden untersucht, die Zugangslage zur digitalen Welt, die Fortschrittlichkeit in Wirtschaft und Forschung, wie zukunftsfähig das Bildungsangebot ist und weitere Aspekte, die auf Länderebene intensiv unter die Lupe genommen wurden.

Gut gelungen fanden wir die Erklärung, wie all die untersuchten Teilaspekte miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig begünstigen – oder negativ beeinflussen, insofern die Grundlagen nicht erfolgreich und greifbar umgesetzt wurden.

„Auf diese Weise kann man sich dem Phänomen der allumfassenden Digitalisierung (Puzzle-)Stück für (Puzzle-)Stück annähern.“, begründet das Kompetenzzentrum Öffentliche IT die detaillierte und aufgedröselte Herangehensweise und Erhebung. Sehr empfehlenswerte Leseinvestition wie wir finden.

Abbildungen und Gesamtfazite für dich zusammengefasst

Digitale Infrastruktur
Dazu gehören: Breitbandversorgung, Zugang zu LTE, Möglichkeit und Nutzung des Glasfasernetzes, etc.
Abbildung S. 13

Digitales Leben
Dazu gehören: Nutzung mobiler Endgeräte, Online-Shopping, Nutzung sozialer Medien, Nutzung von Wikipedia-Artikeln, …
Abbildung S.16

 

Wettbewerbsfähigkeit der Bundesländer
Dazu gehören: Internet- u. Kommunikations-Betriebe, IKT-Beschäftigte u. IKT-Auszubildende, IKT Forschungsförderung, uvm.

Hierbei kommen viele Aspekte zusammen, die starke Stellung falle laut der Index-Erhebung jedoch ins Auge. Seite 17-19 zeigen hier die verschiedenen Ballungsräume hinsichtlich Forschungsförderung durch den Bund, Beschäftigtenzahlen in den verschiedenen Ländern in IKT Betrieben und die Produktivität der Wirtschaft. Sachsen-Anhalt sowie Thüringen fallen dabei durch sehr niedrige Indexzahlen auf, was von dem Niedriglohn herrühren könnte. Dies sind nicht die ersten Zahlen, in denen die östlichen Bundesländer schlechter abschneiden als der Rest. Aber auch Rheinland-Pfalz im Westen ist eher im Mittelfeld zu finden.

Beim E-Government hat der Digitalisierungsindex besonders genau hingeschaut. Bei Kontakt zu Online Behörden hat Bayern die Nase vorn. Allgemein belegen Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern die Bestplätze im Bereich Online Bürgerservices. Im Bereich der digitalen Kommunen haben die Stadtstaaten Hamburg, Berlin, Bremen die obersten Plätze eingenommen. Dazu gehörten Aspekte wie digitale Verwaltungsdienstleistungen: Gewerbescheinanmeldung, Melderegisterauskunft, KFZ-Zulassungen uvm. In den Stadtstaaten scheint dies besonders effizient vonstatten zu gehen. Hessen ist hierbei eher im unteren Mittelfeld anzusiedeln (Siehe Abbildung 38, Seite 30 des Deutschlandindex der Digitalisierung 2017)

Bildung – wie zukunftsfähig sind die Länder?
Dazu gehören: Freie Bildungsmaterialien, Massive Open Online Courses, Studiensituation, Informatikstudiengänge, …

Hierbei wird Bildung als Grundlage von Zukunftsfähigkeit gesehen. Daher liegt der Schwerpunkt auf dem Zugang und dem Angebot von digitaler Bildung. Im relativen Gesamtschnitt haben alle Länder eine durchschnittlich gute Ausgangslage zur digitalen Bildung sowie mindestens eine als „herausragend“ betitelte Hochschule mit Angeboten an Informatikstudiengängen, die von den Studenten auch genutzt werden. Dennoch lässt sich auch hier ein Ost-West-Gefälle feststellen, da Sachen-Anhalt, Niedersachen, Thüringen – aber auch Rheinland-Pfalz im Westen – im Vergleich zu den anderen Bundesländern im schwächeren Segment anzusiedeln sind.

Gesamtfazit
Im Gesamtüberblick lässt sich sagen, dass die Stadtstaaten wie Hamburg und Berlin in beinahe allen Punkten Spitzenreiter sind und einzeln einen erheblich höheren Digitalisierungs-Index vorweisen können als Deutschland in der Gesamtheit. Zu den dicht darauffolgenden Spitzenreitern schließt sich der Stadtstaat Bremen und die Länder Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen an. Man kann hier also die Präsenz der westlichen und südlichen Länder durchaus unterstreichen, wohingegen der Osten Deutschlands nach wie vor in den meisten Bereichen nicht auf der selben Höhe ist. Das kann zum einen durch die Flächenstaaten begründet werden, die sowieso ländlicher organisiert sind und die Infrastruktur auch abseits der Digitalisierung immernoch nicht mit den westlichen Ländern zu vergleichen ist. Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT plädiert daher auf kurzfristige und mittelfristige Priorisierung des Ausbaus der unterversorgten Regionen.
Es wäre also wünschenswert, die östlichen Bundesländer nicht sich selbst zu überlassen und in Form von digitalisierten Bildungsangeboten mehr für den Ausbau der Digitalwirtschaft als auch der Angebote hinsichtlich politischer Bildung zu unternehmen.

Historisch gesehen ist der Anteil der Techniker, vor allem auch Frauen in der Technik, im Osten generell höher gewesen als im Westen Deutschlands. So kann sich der Osten Deutschlands mit kompetenten Machern und fortschrittlichen Denkern sowie Chancengleichheit für beide Geschlechter in technischen Berufen profilieren. Dieses historische Gut darf nicht missachtet werden und sollte gerade zu Ehren der Einheit auf eine gesamtheitliche Stufe gehoben werden.

 

Das Erwachen der digitalen Revolution – ein Zeitverlauf

Das Erwachen der digitalen Revolution – ein Zeitverlauf

Ständig heißt es: „Wir leben in einem digitalen Zeitalter“ Internet, Smartphones und Apps sind im alltäglichen Leben längst angekommen, das Internet der Dinge weiter am Wachsen und künstliche Intelligenzen im Vormarsch. Dennoch scheint noch einiges zu tun zu sein. So betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel erst kürzlich, dass Deutschland nicht im Technikmuseum enden dürfe. Das Land solle sich beim digitalen Fortschritt nicht abhängen lassen. Doch wie hat das mit dem digitalen Fortschritt angefangen? Ab wann begann die digitale Revolution? Heute nehmen wir euch mit auf eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Informatik, des PCs und Internets und wie es unser aller Leben in Deutschland und auf der Welt verändert und vorangebracht hat.

Computer – Computare – Rechnen

Der erste Programmierer der Welt war eine Frau. Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin. Sie schrieb Mitte des 19.Jahrhunderts ein Programm für eine Rechenmaschine, die vier Grundrechenarten beherrschte. Rechenmaschinen gelten als Vorläufer des Computers, was übrigens lateinisch-englisch ist und so viel wie Rechenmaschine bedeutet, und wurden seit Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelt. In den folgenden Jahrzehnten wurden viele solcher Gerätschaften entwickelt, eine serienmäßige Produktion blieb jedoch aus.

Gab es zunächst nur Rechenhilfen, wurde der Computer erstmals im 2.Weltkrieg als elektromechanische und vollelektronische Datenverarbeitungsmaschine entwickelt und benutzt. Diese Maschinen waren jedoch noch richtige Anlagen, die ständig gewartet werden mussten und nur einen Bruchteil der Rechenleistung besaßen, die ein heutiger PC besitzt. In den 1970ern gelang der Firma Intel dann die Überraschung mit ihrem Mikroprozessor – das Herz eines jeden modernen Computers und der ganze Reihen von Transistoren Platz sparend auf einem Stück Silizium unterbringen konnte. Der Grundstein zur Massenproduktion von Personal Computern wurde gelegt. Der Rest verlief fast wie im Zeitraffer.

Mehr als 40 Jahre Innovation

  • 1973 produziert Motorola das erste Handy.
  • 1976 bringt Apple sein erstes Produkt auf den Markt.
  • 1981 treibt IBM mit seinem Personal Computer die PC-Revolution voran.
  • 1985 veröffentlicht Microsoft Windows 1.0.
  • 1989 entwickelt Tim Berners-Lee die Programmiersprache HTML.
  • 1991 wird das World Wide Web geboren.

Tim Berners-Lee, Vater von HTML (HyperText Markup Language) und WWW, beginnt 1989 mit seinen Arbeiten rund um die Internet-Revolution. Das Internet als solches, eine Verbindung zwischen Computern, gab es bis dato schon. Berners-Lee, der zu dem Zeitpunkt im Schweizer Kernforschungszentrum, dem CERN, in der IT-Abteilung arbeitete, sollte eigentlich ein Programm schreiben, das die Kommunikation zwischen Computern in CERN vereinfachen sollte. Er aber denkt größer. Und entwickelt neben dem World Wide Web, das die Infrastruktur des Internets wie ein Auto nutzt, auch noch HTML, URL und http. 1991 stellt er seine Ergebnisse auf der ersten Website der Welt der Weltöffentlichkeit zur Verfügung.
2 Jahre später sind schon 130 Websites, 1997 schon eine Million. Aktuell zählt das World Wide Web mehr als 1,2 Milliarden Websites. And going.

Mit der Einführung des iPhone, des ersten Smartphones, veränderte sich die digitale Welt nochmal komplett.  Andere Hersteller ziehen mit eigenen Produkten nach. Die Verschmelzung von Telefon und Computer ist nun perfekt. Smartphones dominieren heute unser Leben und die Digitalisierung ist endgültig im Alltag angekommen. Der Mensch ist immer mobil, immer erreichbar.

Nächste Woche wird’s wieder spannend! Wir betrachten anlässlich der Deutschen Einheit die Digitalisierungs-Unterschiede in Ost und West und schauen, ob Deutschland wirklich im Technikmuseum landen könnte. Bis dahin!

Bundestagswahl 2017 – wie wird die Bundesregierung eigentlich die Digitalisierung Deutschlands gestalten?

Bundestagswahl 2017 – wie wird die Bundesregierung eigentlich die Digitalisierung Deutschlands gestalten?

Das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 war gerade in diesem Jahr sehr spannend. So fiel das Ergebnis für die CDU als stärkste Partei aus, womit Frau Merkel weiterhin Kanzlerin bleibt. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle von uns.

Als Softwaredienstleister verfolgen wir – abgesehen von unseren persönlichen und privaten Einstellungen – natürlich auch die Zielsetzungen und Programmpunkte bezüglich Digitalisierung. Dass die Digitalisierung voranschreitet und es nicht zielführend ist, sich ihr zu entziehen, hört man schon zur Genüge. Die Sorge hinsichtlich Datenschutz ist ebenfalls ein Punkt, den man nicht leichtfertig umgehen sollte, gerade wenn man die verantwortungsvolle Position der Regierung aufnimmt.

Hier ein Überblick welche Partei das Thema Digitalisierung angehen wollten und wie:

Die Union hat sich einiges vorgenommen, was Digitalisierung angeht, und hat konkrete Zielsetzungen, um in Deutschland die „Gigabit-Gesellschaft“ vollständig zu etablieren:

  • Die Kreierung einer Staatsministerposition für Digitalpolitk
  • Bis 2025 finale Umsetzung des flächendeckenden Ausbaus von Glasfasernetzen und des Mobilfunks auf 5G Niveau
  • Verwaltungsdienst-leistungen durch elektronische Bürgerportale online zugänglich machen
  • Ein Datengesetz, das den Zugang zu Daten aus wirtschaftlichen Zwecken regelt sowie die Zugriffsmöglichkeiten von Sicherheitsbehörden
  • IT-Sicherheit: Cyber Angriffe durch Fachleute abwehren und für den Schutz der Daten der Bundesbürger sorgen
  • Investition in Bildung und Ausstattung im technischen Bereich
  • Aufbau eines Cyberabwehrzentrums in Bayern (Bayernplan der CSU)
  • Erhaltung des Bargelds als wichtigstes Bezahlmittel

Auch die SPD hat konkrete Umsetzungsziele, um die Digitalisierung bundesweit zu realisieren:

  • 90% Abdeckung mit Gigabitnetzen bis 2025 sowie Ausbau von 5G-Mobilfunkstandards
  • Grundsatz der Netzneutralität (Best-Effort-Prinzip)
  • Digitalisierung von Verwaltungsbehörden
  • Öffentliche und kostenlose WLAN Hot-Spots in allen öffentlichen Einrichtungen
  • Ausweitung digitaler Lernangebote im bundesweiten Bildungsbereich
  • Neue Regelung zur Datennutzung
  • Internationale Regelung zum Schutz vor Ausspähungen und Cyber-Angriffs
  • Strikte Ablehnung von Abschaffung des Bargelds

Die Linke möchte die Digitalisierung mehr zur Staatsverantwortung machen und dabei jedem Bürger den Zugang ermöglichen.

  • Breitband- und Glasfaserausbau durch staatliche Investition
  • Jeder Haushalt in Deutschland soll Recht auf Breitbandanschluss erhalten
  • Gesamtheit der Telekommunikationsnetze als öffentliches Eigentum zugute der Netzneutralität
  • Ausbau der IT-Technik an allen Schulen und Hochschulen sowie Ausstattung eines jeden Kindes mit einem mobilen Endgerät
  • Computer und Internetzugang als Existenzminimum
  • Konsequente Bestrafung von Unternehmen, die gegen den Datenschutz verstoßen
  • Stärkere Rolle der Bundesregierung hinsichtlich Schutz gegen Cyberangriffe

Auch die Grünen sehen die Digitalisierung als wichtigen Teil der Staatsverantwortung und sehen das Thema Datenschutz als zentrales Selbstbestimmungsrecht eines jeden Bürgers.

  • Vertretung von Digitalisierung als eigenständiger Themenbereich im Regierungskabinett
  • Breitbandversorgung durch flächendeckendes Glasfasernetz – Ausbau soll durch den Bund finanziert werden
  • Ausbau des 5G Mobilfunknetzes sowie flächendeckendes öffentliches WLAN-Netz
  • Echte Netzneutralität auch im Mobilfunk
  • E-Government-Angebote
  • Förderung des digitalen Lernens
  • IT-Sicherheit und Schutz vor Cyberangriffe durch staatliche Stellen
  • Konsequente Umsetzung der EU-Datenschutzreform – Selbstbestimmung bei Zugriffsrechten der eigenen Daten

Die Digitalisierung gilt als Kernthema der FDP beim diesjährigen Wahlkampf.

  • Forderung eines neuen Digitalministeriums
  • Gigabit-Übertragung sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk
  • Glasfasernetze, die gemietet werden können
  • Grundsatz der Netzneutralität
  • Digitalisierung von behördlichen Verwaltungsinstanzen
  • Staatsvertrag zwischen Bund und Ländern, der den Ausbau des Bildungsangebots im digitalen Bereich regelt. Dabei soll 1.000€ pro Schüler investiert werden
  • Datenschutz in Form von aktiver Einwilligung bei Datenerhebung sowie Auskunftsrechte zur Kontrolle der eigenen Daten
  • IT-Sicherheit mit Hilfe der Zusammenarbeit mit Unternehmen – Entwicklung von Technologien zum Schutz
  • Ablehnung jeder Einschränkung der Nutzung von Bargeld

Die AfD thematisiert die Ziele zur Digitalisierung eher weniger.

  • Flächendeckenden Breitbandausbau innerhalb von 2 Jahren
  • Festhalten an der Nutzung von Bargeld

Die Digitalisierung ist zurecht ein wichtiger Aspekt im Wahlprogramm (fast) aller Parteiprogramme gewesen. Ohne Zweifel erachten wir es als mächtiges Instrument zur Ausführung der Ziele. Mögen diese immer ehrenwert sowie ethisch im Sinne der Menschheit und des Volkes genutzt werden.

Wir wünschen der gewählten Bundesregierung viel Stärke, Durchhaltevermögen und eine Regierungsperiode, die sich durch weise Entscheidungen auszeichnet. Auf eine friedliche, respektvolle und effiziente Regierungszeit.

 

Pressefoto der Vorsitzenden Bundeskanzlerin Angela Merkel
© Foto: CDU/Laurence Chaperon

Apps – von der Technik-Tüftelei zum unentbehrlichen Begleiter

Apps – von der Technik-Tüftelei zum unentbehrlichen Begleiter

Vor knapp 10 Jahren wurden sie noch von vielen als unnötiger, modischer Schnickschnack abgetan, im heutigen (Business-)Alltag sind Apps jedoch nicht mehr wegzudenken. Damals waren Apps zumeist nur Tüfteleien von Entwicklern, heute gibt es Apps für alles. Wirklich alles. Seit der Einführung von Java ME, einer Programmiersprache für Mobiltelefone, ist es möglich Apps von verschiedenen Anbietern und übers Internet herunter zu laden – und das Spektrums der App erweiterte sich von Taschenrechnern, Kalendern und Mini Spielen auf Reiseplanungen, Eierkoch-Apps, Gesangstrainer, Tracking-Apps und und und.

Dein täglicher Begleiter

Im Juli 2008, als der App Store von Apple gelauncht wurde, standen dort 500 Apps zur Verfügung. In der ersten Woche gab es von diesen schon 10 Millionen Downloads. Tendenz steigend. Drei Jahre später wurden etwa eine halbe Millionen Apps zum Download angeboten. Im Jahr 2016 wurden mehr als 90 Milliarden App-Downloads verzeichnet. Doch um wirklich groß herauszukommen braucht es mehr als nur die mögliche Platzierung im App/Play Store. So gehören zu den meist genutzten Apps 2016 in Deutschland WhatsApp, Facebook, Messenger, Instagram – alle von Unternehmensriese Facebook. Nebst diesen finden sich alte Bekannte, wie etwa Amazon, YouTube, Google Chrome, Spotify und Skype unter den App-Lieblingen. In Deutschland waren letztes Jahr auch Pokémon GO, Snapchat, Loovo oder Clash of Clans unter den Top 50 der meist genutzten Apps. Twitter hingegen viel knapp raus.

Um den Nutzer wirklich langfristig zu binden, braucht eine App viel. Ein einfacher Einstieg, ein längerfristiges Beschäftigungsangebot sowie ein deutlich erkennbarer Nutzen sind nur einige der wichtigen Faktoren. So sind für den Erfolg einer App ebenso Schnelligkeit und ein einfach gehaltener Registrierungsprozess wichtig. Außerdem ist von Vorteil, wenn die App personalisiert ist und die Bezahlung in die App integriert ist. Zudem sollte der gesamte Benutzungsvorgang innerhalb der App gewährleistet werden. Denn zwischen verschiedenen Medien für eine einzige Aktion zu wechseln, ist heute nicht mehr gerne gesehen. Falls du genaueres zu den Schritten einer erfolgreichen App erfahren möchtest, kannst du das gerne in unserem Blogbeitrag „Welche Aspekte für den Erfolg einer App zu oft missachtet werden“ nachlesen.

Simplfy your life

Apps sind das Tool der Gegenwart – und Zukunft. Sie können auf alle technischen Bausteine des Endgerätes zugreifen – sei es Display, Touch, Kopfhörer, Mikro, Vibration, GPS, Internet, WLAN oder Kamera. Somit haben Apps entscheidende Vorteile gegenüber Websites. App ist aber nicht gleich App. So unterscheidet man zwischen Native, Hybrid und Mobile Apps. Native bedeutet, dass die App alle Inhalte bereits in sich trägt und somit keine mobile Datenverbindung benötigt und gleichzeitig auf das jeweilige Endgerätesystem optimiert ist. Hybrid-Apps sind Plattformübergreifend und auf mehreren Endgerätsystemen benutzbar. Mobile heißt einfach nur, dass die Inhalte der App ausschließlich aus dem Internet geladen werden.
Apps sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Auch für Unternehmen haben Apps viele Vorteile in Petto. Aufgrund der enormen Funktionsvielfalt und der weltweiten Verfügbarkeit stellen Apps eine gute Investition dar. Heutzutage basieren ganze Geschäftsmodelle einzig auf einer App. Snapchat, Instagram, Tinder – nur einige Beispiele, die zeigen, wie man nur mit einer App erfolgreich sein kann. Kommunikation, ständige Erreichbarkeit und Präsenz sind Faktoren, die diese Geschäftsmodelle so attraktiv machen.

Unser Team hilft gerne dabei, die optimale App auch für Sie zu entwickeln. Unsere kreativen Köpfe haben Spaß daran, Ideen umzusetzen und Ihnen beratend zur Seite zu stehen. Einfach mal melden! Die nächste Woche wird im Rahmen unserer Projekte stehen, die wir für unsere Kunden umgesetzt haben – darunter auch eine App, die ebenfalls das wichtigste Instrument des Geschäftsmodells ist. Wie das funktioniert und wie wir das als Software-Partner umgesetzt haben, stellen wir beim nächsten Mal genauer vor.