Web 2.0 = Marketing-Champion 2.0?

Web 2.0 = Marketing-Champion 2.0?

Viele kennen es bestimmt: Man sitzt im Büro, die Facebook App wird, nicht nur in der Mittagspause, mehr oder weniger bewusst geöffnet und der Feed semi-aufmerksam durchgescrollt. Was früher noch als reine Verschwendung galt, haben sich viele Unternehmen heute zu Nutze gemacht. Externe Unternehmenskommunikation auf Social Media floriert, Instagram, Twitter und Co – die neuen Tools, um potenzielle Neukunden zu gewinnen, über Dienstleistungen zu informieren und neue Produkte zu bewerben. Doch was bringt die externe Unternehmenskommunikation auf Social Media?

Social Media im Office – Work Life Blending statt Work Life Balance?

Laut einer US-Studie sind 70 Prozent der Mitarbeiter eines Unternehmens mit ihren Vorgesetzen oder anderen Mitarbeitern auf sozialen Netzwerken verbunden und sogar 4 von 5 Angestellten nutzen ihre privaten Smartphones, Tablets, etc. im Arbeitsalltag. Die Studie zeigt, die potenzielle Reichweite und Nützlichkeit ist vorhanden. Doch ganz so einfach ist es dann leider doch nicht. So hat die Erfahrung gezeigt, dass es heute viel zeit- und kostenaufwändiger ist, eine erfolgreiche Unternehmenswebsite auf Facebook zu schalten. Die organische Reichweite von Facebook Posts ist deutlich gesunken – nicht mal mehr 10 Prozent der Fans und Follower bekommen die Postings zu sehen – und gleichzeitig steigt der Preis für Werbung auf Facebook. Eine weitere Studie hat dazu herausgefunden, dass sich der Cost per Reach (CPR) auf Facebook im Jahr 2014 innerhalb weniger Monate von 4 auf 12 Dollar pro 1000 Klicks verdreifacht hat. Tendenz steigend.

Quality before quantity

Folglich benötigt es heute oftmals die Koppelung von Owned Media (eigenen Inhalten), Earned Media (beispielsweise das Teilen der Posts durch Fans) und Paid Media (bezahlte Werbung), um in den Weiten der sozialen Netzwerke überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Nichtsdestotrotz sind viele Unternehmen auf Social Media aktiv und präsentieren sich auf den unterschiedlichsten Kanälen, um ja auch keinen Trend zu verpassen. Doch muss es wirklich jeder Kanal sein? Braucht es wirklich einen Snapchat-Account, jeden Tag eine neue Instagram-Story oder hin und wieder mal ein Tumblr Post? Nein, denn das kopflose Hinterherrennen eines vermeintlichen Hypes bringt – genau – gar nichts.

Bessere Erfolgschancen bieten wenige, aber gut ausgewählte und gepflegte Plattformen. So kann man über Xing und LinkedIn gut potenzielle Mitarbeiter werben, bei Instagram wirkt ein schlecht geschossenes Selfie okay, wohingegen das gleiche Bild für Pinterest fast ein Ausschlusskriterium darstellt. Unabkömmlich für jedes Netzwerk ist gutes Storytelling. Es sollte möglichst nicht auf jeder Seite der gleiche Inhalt mit gleicher Beschreibung gepostet werden. Rasche und unvoreingenommene Gesprächsbereitschaft, positive Referenzen sowie aufgeschlossene Einblicke ins Unternehmen gewähren sind einige Faktoren, die die Reichweite und Erfolgschancen eines Unternehmens in sozialen Netzwerken stärken können. Damit potenzielle Neukunden den Feed eben nicht mehr nur halb-aufmerksam durchscrollen.

Noch Fragen? Lohnt sich Instagram mehr als Twitter? Wie organisiere ich meine Website am besten? Welche Webapplikationen sind für mein Unternehmen am besten geeignet? We {code} it berät Sie gerne zu solchen und weiteren Themen.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Unser heutiges Thema ist eine der im Zeitalter der Digitalisierung immer wichtiger werdende Methode des Online-Marketings: die Suchmaschinenoptimierung – auch SEO (Search Engine Optimization) genannt.

Worum geht es bei SEO?
Unter SEO versteht man allgemein Maßnahmen, mit denen sichergestellt werden soll, dass die eigene Website möglichst weit oben in den Rankings von Suchmaschinen erscheint, wenn nach relevanten Suchbegriffen (Keywords) gesucht wird. Bestenfalls erscheint die Website dann auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Es geht jedoch nicht nur darum, möglichst weit oben in den Suchergebnissen aufzutauchen. Nutzerbedürfnisse sollten bestmöglich durch eine inhaltliche Übereinstimmung des gesuchten Keywords mit dem Suchergebnis erfüllt werden, um auf die Website aufmerksam zu machen. Dazu sollte der Snippet (die kurze Textvorschau in den Suchergebnissen unterhalb des Links) sowie der Inhalt der Seite mit dem Interesse des Nutzers übereinstimmen und inhaltlich relevant sein, damit dieser den Link anklickt und auch länger auf der Seite bleibt.

OnPage-Optimierung
Zu den wichtigsten Methoden der SEO zählen die OnPage- und die OffPage-Optimierung. Unter OnPage-Optimierung versteht man zunächst Maßnahmen zur technischen und inhaltlichen Optimierung der eigenen Seite. Zur technischen Optimierung – auch Technical SEO genannt –  gehört zum Beispiel die Verbesserung des Quellcodes und die Anpassung an mobile Endgeräte. Letzteres ist heutzutage besonders wichtig, denn Mobilgerätefreundlichkeit führt aufgrund der zunehmenden Suche über Smartphones und Tablets mittlerweile zu besseren Rankings. Weiterhin ist auch die Conversion-Rate-Optimierung (CRO) von großer Bedeutung. Darunter versteht man Maßnahmen, die den Anteil der Seitenbesucher steigern soll, die zu Kunden werden. Inhaltliche Optimierung hingegen umfasst beispielsweise die Integration relevanter Keywords auf der Website (in den Seitentitel, Bilder, und natürlich den Content). Dazu eignet sich auch eine Keyword-Analyse, um Suchbegriffe zu finden, die noch nicht optimal ranken. Nachdem diese optimiert wurden, sollten zudem Landing Pages für bestimmte Keywords festgelegt werden, die dann bei der entsprechenden Suche in den Ergebnissen erscheinen. Zuletzt sind auch Text und Metadaten wichtig für die Bewertung einer Website durch Suchmaschinen.

OffPage-Optimierung
Die OffPage-Optimierung sollte bestenfalls erst erfolgen, wenn die OnPage-Optimierung durchgeführt wurde. Sie lässt sich allerdings schwieriger beeinflussen, da sie sich mit der Popularität der Website gemessen an der Qualität und Anzahl externer Verlinkungen befasst. OffPage-Optimierung findet daher nicht auf der eigenen Website statt. Stattdessen geht es hier um die Generierung möglichst vieler Backlinks – also Links zur eigenen Seite durch andere Websites. Möglich ist dies zum Beispiel durch Selbsteintragung in Verzeichnissen, Foren, etc. oder durch direkte Verlinkung durch andere Websites. Eine hohe Anzahl an Backlinks führt generell zu besseren Rankings. Dabei muss jedoch auch die Qualität der Links beachtet werden. So sollte zum Beispiel ein thematischer Bezug zwischen beiden Websites bestehen, da Suchmaschinen diesen mittlerweile analysieren können. Praktiken wie der Linkkauf oder der Linktausch verstoßen gegen die Richtlinien vieler Suchmaschinen und sollten deshalb gemieden werden, um nicht aus deren Index genommen zu werden.

Überwachung der SEO-Maßnahmen
Wendet man die richtigen Methoden an, dann kann SEO die Reichweite der eigenen Website deutlich steigern. Dazu ist aber auch die Erfolgskontrolle der umgesetzten Maßnahmen nötig. Messen lässt sich der Effekt der Änderungen an Kennzahlen wie der Absprungrate, den Conversion Rates oder der Anzahl der Seitenbesuche. Dabei hilft zum Beispiel das Tool Google Analytics, mit dem sich Besucherzahlen analysieren und die eigenen Rankings überwachen lassen. Außerdem gibt es noch eine Anzahl an speziellen SEO-Analyse Tools, sowohl kostenfrei (z.B. OnPage.org) als auch kostenpflichtig (z.B. Searchmetrics). Da die Ergebnisse der SEO oft erst nach längerer Zeit feststellbar sind, bedarf es einer sorgfältigen Analyse, um herauszufinden, welche Methoden letztendlich effektiv waren. SEO ist also ein ständiger Optimierungsprozess, der für das Online-Marketing aber unabdingbar geworden ist. Denn nur wer online leicht gefunden wird, kann Nutzer auf Dauer auf sich aufmerksam machen.