Das ideale Startup-Ökosystem

Das ideale Startup-Ökosystem

Von Startup-Ökosystemen ist in der Wirtschaft und unter Gründern ja oft die Rede. Doch was versteht man darunter eigentlich und was macht ein gutes Ökosystem für Startups aus?

Die Elemente des Startup-Ökosystems
Zunächst einmal ist ein Startup-Ökosystem nichts anderes als jedes andere Ökosystem auch, bloß geht es hier nicht um kleine und große Fische in einem Teich, sondern um junge Unternehmen in einer bestimmten Region und die Bedingungen um sie herum. Ein solches System bildet sich aus den Startups und ihren Teams selbst, sowie Institutionen, von denen sie Ressourcen und Unterstützung beziehen. Dazu gehören Universitäten, Forschungsinstitute, Förderorganisationen, Dienstleister und große Unternehmen. Auch immaterielle Dinge wie Ideen, Erfindungen und Forschungsergebnisse, sowie Fachwissen und Zeit  gehören zum Ökosystem dazu. Besonders wichtig sind natürlich außerdem Investoren, denn ohne Geld läuft nun mal leider wenig, auch wenn die Idee noch so innovativ ist. Startups benötigen also qualitativ hochwertige Fachkräfte, gezielte Unterstützung durch Netzwerke und Mentoren, Geld und Kunden um florieren zu können. In einem idealen Ökosystem ist dies alles zur Genüge vorhanden.

Silicon Valley als Vorreiter
Als Paradebeispiel für ein gut gedeihendes Startup-Ökosystem lässt sich ganz eindeutig das Silicon Valley in Kalifornien nennen. Hier entstanden die heute größten Tech-Unternehmen der Welt, wie zum Beispiel Apple oder Facebook. Mit bis zu 19.000 Startups ist es das weltweit größte und erfolgreichste Ökosystem seiner Art. Aber woran liegt das? Zum einen lässt sich da die große Anzahl an sehr gut ausgebildeten Absolventen nennen, die von der renommierten Stanford University abgehen. Die örtliche Kultur ist offen und divers, denn mehr als die Hälfte aller Gründer sind Immigranten. Zahlreiche Business Angels sorgen dafür, dass innovativen Gründern die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Meist finden Business Angels und Startups bei Pitches oder ähnlichen Networking-Events zueinander. Zudem profitiert die Region immens von den bereits ansässigen visionären Unternehmen. Diese Vernetzung und das daraus entstehende Zusammenspiel sorgen für optimale Chancen für Startups und potentielle Gründer.

Unterschiede durch individuelle Gegebenheiten
Wie auch in der Natur wirken sich Veränderungen im Startup-Ökosystem auf die Beteiligten aus. Wenn beispielsweise ein großes Unternehmen mehr Leute einstellt oder entlässt, beeinflusst das natürlich auch auf das Angebot an Fachpersonal in der Region und damit die Auswahl für ansässige Startups. Auch finanzielle Krisen haben selbstverständlich Auswirkungen. Etwas weniger gravierend ist das Ausscheiden einzelner Startups oder organisatorische Umstrukturierungen. Eins wird aber deutlich: In einem Ökosystem ist niemand unabhängig von allen anderen.

Startup-Ökosysteme unterscheiden sich international oft stark, weil die oben erwähnten Ressourcen jeweils sehr individuell ausgeprägt sind und externe Umstände variieren, wodurch sich verschiedene Systeme und Konstellationen entwickeln. Deswegen gleicht auch kein Ökosystem dem anderen. Eine gute Vernetzung ist aber überall gleich wichtig, denn nur so gelingt Gründern ein erfolgreicher Einstieg in die Wirtschaft.

Wer sich dafür interessiert, warum gerade der Raum Frankfurt als boomende Startup-Region gilt, kann sich in unserem Blogbeitrag darüber schlau machen.