Pitch Guide 2017: So gewinnst du Investoren für dein Startup

Pitch Guide 2017: So gewinnst du Investoren für dein Startup

Vielleicht hat der ein oder andere von euch eine geniale Idee für eine Unternehmensgründung, alle Vorbereitungen sind getätigt und eigentlich stehst du schon voller Tatendrang in den Startlöchern. Jetzt weißt du nur nicht so genau, wie du den perfekten Pitch umsetzen sollst. Um Business Angels oder andere Kapitalgeber, Unterstützer, Mentoren etc. für dein Startup zu gewinnen, muss die Präsentation einschlägig sein und alle wichtigen Punkte komprimiert darstellen. Das macht man heutzutage ganz einfach mit Pitch-Decks. Dabei handelt es sich um Präsentations-Folien, die die wichtigsten Aspekte deines Businessplans abbilden, sodass dein Gegenüber in kürzester Zeit einen Überblick über deine Geschäftsidee und den Finanzierungsbedarf bekommen. Damit die erste Präsentation deiner Existenzgründung überzeugt, haben wir dir einige Punkte zusammengetragen, an denen du dich orientieren kannst.

Was macht ein einschlägiges Pitch-Deck aus?

Als erstes muss ein roter Faden ersichtlich sein. Dazu empfehlen wir die Struktur, die „Für-Gründer.de“ in ihrem Artikel sehr sinnvoll zusammengefasst hat:

  • Folie 1: Einleitung
    In der Einleitung des Pitch Decks stellt man das Start-up und den Anlass der Präsentation in wenigen Worten vor.
  • Folie 2: Das Team
    Diese Folie gehört zu den wichtigsten Elementen im Pitch Deck und wird häufig vergessen. Sie beschreibt die wichtigsten Teammitglieder, deren Erfahrungen und Know-how sowie die Rolle im Unternehmen.
  • Folie 3: Das Problem
    Zu jeder guten Idee gibt es ein Problem, das gelöst werden soll. Auf dieser Folie im Pitch Deck ist das Problem nachvollziehbar zu beschreiben. Hier gilt es zu überprüfen, ob es sich dabei auch um ein tatsächliches Problem handelt, im Idealfall im Rahmen einer Marktanalyse.
  • Folie 4: Lösung
    Im nächsten Schritt des Pitch Decks sollte das eigene Produkt als die optimale Lösung für das beschriebene Problem präsentiert werden.
  • Folie 5: Produkt
    Auf dieser Folie kann detaillierter auf die wichtigsten Funktionsweisen des Produkts eingegangen werden. Ein Prototyp oder eine Demo in Form eines Bildes, Webseite oder Software kann oft erfolgsentscheidend sein.
  • Folie 6: Markt
    Wer ist die Zielgruppe? Wie groß ist der Markt und ist er womöglich schon gesättigt? Diese Fragen sollte man auf dieser Folie des Pitch Decks glaubwürdig beantwortet können – auch hier am besten mit einer seriösen Marktstudie oder einer eigenen Marktforschung.
  • Folie 7: Alleinstellungsmerkmal
    Investoren finanzieren ungerne Produktideen, die es in genau derselben Form schon am Markt gibt. Daher sollte ein deutliches Alleinstellungsmerkmal mit dem entsprechenden Mehrwert für den Kunden hervorgehoben werden.
  • Folie 8: Wettbewerb
    Welche Unternehmen am Markt lösen dasselbe Problem wie Ihr Start-up? Eine Auflistung der wichtigsten Wettbewerber und eine Beschreibung der Unterscheidungsmerkmale ist auf dieser Seite des Pitch Deck notwendig. Die Antwort „Wir haben keinen Wettbewerber“ wird übrigens von keinem Investor akzeptiert – hier ist also Rechercheaufwand notwendig.
  • Folie 9: Proof of Concept
    In Deutschland sind Wagniskapitalgeber sehr vorsichtig. Der Proof of Concept, also ein Machbarkeitsnachweis des Geschäftsmodells, ist daher oft zwingende Voraussetzung für einen erfolgreichen Pitch. Dieser Beweis kann beispielsweise durch erste Umsätze oder die Zahl aktiver Nutzer erbracht werden.
  • Folie 10: Geschäftsmodell
    Letztlich muss jedes Start-up auch sein Geld verdienen. Das Geschäftsmodell gehört im Pitch Deck zu einer der wichtigsten Folien. Daher sollte nachvollziehbar dargestellt werden, wie und ab wann man Umsätze generiert. Hat man mehrere Ideen für Einnahmequellen, sollte man sich auf die wesentlichen Umsatzträger fokussieren.
  • Folie 11: Finanzierungsbedarf und -verwendung
    Ziel des Pitch Decks ist es, den Investor davon zu überzeugen, Geld für Ihr Start-up bereitzustellen. Also muss nun auch konkret genannt werden, welche finanziellen Mittel gebraucht werden, wofür sie eingesetzt werden sollen und was damit erreicht werden kann.

 

Wenn du dich nach diesen Punkten orientierst, ist das Fundament für einen erfolgreichen Pitch schon mal aufgebaut. Was jetzt noch gemeistert werden muss, ist das Präsentieren an sich. Dazu ist es wichtig, den emotionalen Kern des ganzen Vorhabens hervorzuheben. Der perfekte Pitch zeichnet sich durch ein Pitch-Deck aus, welches mit Zahlen und Wissen argumentiert, und einem Storytelling, das die zu überzeugenden Personen möglichst emotional anpackt. Persönlich, greifbar und verständlich präsentierst du den Weg deiner Idee bis hin zur geplanten Umsetzung. Wer bist du? Was hat dich zu diesem Pitch motiviert? Welche Probleme hast du möglicherweise erkannt, dessen Lösung du dir durch dein Startup erhoffst? Wie sieht die Lösung aus und warum ist es ein Gewinn für den Markt? Welche Beweise, Indizien oder Zahlen stützen deinen optimistischen Blick in die Zukunft?

Alles in allem ist jede Aktion unseres gesellschaftlichen und geschäftlichen Lebens eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Wir wollen in etwas investieren, wenn wir einen gewissen Nutzen davon haben und die Kosten es wert sind. Gleichzeitig spielen Emotionen einen großen Faktor, der uns in unseren Entscheidungen beeinflusst – erkenne ich mich in meinem Gegenüber auf die ein oder andere Art und Weise wieder? Kann ich seine Gefühle, Sorgen, Hoffnungen und Ziele nachempfinden? Meist fühlt man sich dieser Person dadurch zugewandt. Dein Gegenüber braucht zum einen die Fakten, die ihm einen Ausblick geben und anhand derer er entscheiden kann, ob er dieses Unternehmen mit unterstützen möchte. Zum anderen erreichst du ihn in einem emotionalen Storytelling verpackt noch einmal auf einer ganz anderen Ebene. Die Mischung überzeugt – ob einen strategischer Ratgeber, einen zahlungskräftigen Investor oder die kritischen Zweifler aus deinem Privatleben. Auf letztere solltest du jedoch nicht zu viel geben, wenn du dein Ziel verfolgen möchtest. Bleibe authentisch, bleibe echt und vor allem – glaube an dich und deine Idee.

Was kann dich noch davon abhalten, wenn du deine Idee durch all diese Filter hast gehen lassen?

 

Wenn du noch etwas Inspiration brauchst, kannst du dir hier gerne unser erstes Pitch-Deck ansehen, mit dem wir erfolgreich in unsere Unternehmensgründung gestartet sind:

Pitch Deck_we_code_it

 

Enter_Zukunft_IT 2017 – Gemeinsam bilden wir die Zukunft

Enter_Zukunft_IT 2017 – Gemeinsam bilden wir die Zukunft

„Wer seid ihr denn?“ – Das haben am vergangenen Donnerstag auf der IT- und Jobmesse Enter_Zukunft_IT viele von euch neugierig gefragt. Unser Team von we {code} it war neben zahlreichen weiteren Ausstellern wie zum Beispiel Microsoft oder dem Personalwerk am Campus Bockenheim in der Neuen Mensa vertreten. Mit unseren we {code} it Stressbällen und einer Candybar ausgerüstet haben wir uns dort von 10 bis 16 Uhr den IT-Fachkräften der Zukunft vorgestellt.

Bereits zu Beginn der Messe um 10 Uhr zog es die ersten studentischen Frühaufsteher an unseren Stand. Viele fühlten sich von unserem Banner angesprochen – „Werde Teil unserer Community“ – und fragten uns, was es mit dieser Community denn eigentlich auf sich hat und wer Teil davon werden kann. Da viele von euch ähnliche Fragen gestellt haben, geben wir noch einmal einige konkrete Antworten:

Wer seid ihr eigentlich?
Wir sind ein junges Startup aus Frankfurt am Main, das mit einer Community aus studentischen Codern und Fachexperten IT-Dienstleistungen anbietet. Gemeinsam erstellen wir Websites, Mobile und Desktop Apps, Datenbanken und Office-Erweiterungen.

Wie funktioniert das mit den Student/innen?
Wir verzeichnen unsere Student/innen und ihre Fähigkeiten in einer Datenbank. Um Projekte annehmen zu können, benötigt ihr einen Gewerbeschein (wie ihr diesen erhaltet, erklären wir euch gerne). Für anstehende Projekte fragen wir Studenten/innen mit den dafür benötigten Fähigkeiten an. Wer das Projekt annimmt, kann sich dann entweder in unserem Co-Working Space an der Uni oder bequem daheim an die Arbeit machen. Das Projekt- und Qualitätsmanagement übernehmen wir.

Welchen Vorteil hat es, bei euch zu arbeiten?
Wir unterstützen euch dabei, schon während des Studiums Praxiserfahrung zu sammeln. Außerdem bieten wir kostenlose Schulungen an, damit ihr euer Wissen nicht nur anwenden, sondern auch erweitern könnt. Da wir direkt an der Uni unsere Büros haben sind wir zudem ganz leicht für euch erreichbar.

Ich studiere Informatik oder Ähnliches und kann schon einiges. Kann ich für euch arbeiten?
Klar! Dazu bewirbst du dich ganz einfach über unser Formular und gibst an, welche Kenntnisse du hast. Wir senden dir dann einen kleinen Test zu, der deine Fähigkeiten prüft. Bestehst du diesen, nehmen wir dich in unsere Datenbank auf und informieren dich ab sofort über neue spannende Aufträge und Schulungen.

Im Laufe des Tages haben wir viele von euch mit unserem Konzept überzeugen und begeistern können und haben zahlreiche Bewerbungen entgegengenommen. Auch das Interesse anderer Aussteller haben wir geweckt und dadurch einige wertvolle Kontakte knüpfen können. Wir können die Enter_Zukunft_IT-Messe also als vollen Erfolg verzeichnen und hoffen, dieses Erlebnis schon bald wiederholen zu können. Wir freuen uns jetzt schon auf die zukünftige Zusammenarbeit mit unseren Nachwuchs-Codern!

Das ideale Startup-Ökosystem

Das ideale Startup-Ökosystem

Von Startup-Ökosystemen ist in der Wirtschaft und unter Gründern ja oft die Rede. Doch was versteht man darunter eigentlich und was macht ein gutes Ökosystem für Startups aus?

Die Elemente des Startup-Ökosystems
Zunächst einmal ist ein Startup-Ökosystem nichts anderes als jedes andere Ökosystem auch, bloß geht es hier nicht um kleine und große Fische in einem Teich, sondern um junge Unternehmen in einer bestimmten Region und die Bedingungen um sie herum. Ein solches System bildet sich aus den Startups und ihren Teams selbst, sowie Institutionen, von denen sie Ressourcen und Unterstützung beziehen. Dazu gehören Universitäten, Forschungsinstitute, Förderorganisationen, Dienstleister und große Unternehmen. Auch immaterielle Dinge wie Ideen, Erfindungen und Forschungsergebnisse, sowie Fachwissen und Zeit  gehören zum Ökosystem dazu. Besonders wichtig sind natürlich außerdem Investoren, denn ohne Geld läuft nun mal leider wenig, auch wenn die Idee noch so innovativ ist. Startups benötigen also qualitativ hochwertige Fachkräfte, gezielte Unterstützung durch Netzwerke und Mentoren, Geld und Kunden um florieren zu können. In einem idealen Ökosystem ist dies alles zur Genüge vorhanden.

Silicon Valley als Vorreiter
Als Paradebeispiel für ein gut gedeihendes Startup-Ökosystem lässt sich ganz eindeutig das Silicon Valley in Kalifornien nennen. Hier entstanden die heute größten Tech-Unternehmen der Welt, wie zum Beispiel Apple oder Facebook. Mit bis zu 19.000 Startups ist es das weltweit größte und erfolgreichste Ökosystem seiner Art. Aber woran liegt das? Zum einen lässt sich da die große Anzahl an sehr gut ausgebildeten Absolventen nennen, die von der renommierten Stanford University abgehen. Die örtliche Kultur ist offen und divers, denn mehr als die Hälfte aller Gründer sind Immigranten. Zahlreiche Business Angels sorgen dafür, dass innovativen Gründern die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Meist finden Business Angels und Startups bei Pitches oder ähnlichen Networking-Events zueinander. Zudem profitiert die Region immens von den bereits ansässigen visionären Unternehmen. Diese Vernetzung und das daraus entstehende Zusammenspiel sorgen für optimale Chancen für Startups und potentielle Gründer.

Unterschiede durch individuelle Gegebenheiten
Wie auch in der Natur wirken sich Veränderungen im Startup-Ökosystem auf die Beteiligten aus. Wenn beispielsweise ein großes Unternehmen mehr Leute einstellt oder entlässt, beeinflusst das natürlich auch auf das Angebot an Fachpersonal in der Region und damit die Auswahl für ansässige Startups. Auch finanzielle Krisen haben selbstverständlich Auswirkungen. Etwas weniger gravierend ist das Ausscheiden einzelner Startups oder organisatorische Umstrukturierungen. Eins wird aber deutlich: In einem Ökosystem ist niemand unabhängig von allen anderen.

Startup-Ökosysteme unterscheiden sich international oft stark, weil die oben erwähnten Ressourcen jeweils sehr individuell ausgeprägt sind und externe Umstände variieren, wodurch sich verschiedene Systeme und Konstellationen entwickeln. Deswegen gleicht auch kein Ökosystem dem anderen. Eine gute Vernetzung ist aber überall gleich wichtig, denn nur so gelingt Gründern ein erfolgreicher Einstieg in die Wirtschaft.

Wer sich dafür interessiert, warum gerade der Raum Frankfurt als boomende Startup-Region gilt, kann sich in unserem Blogbeitrag darüber schlau machen.

Das ambivalente Image von Start-Ups

Das ambivalente Image von Start-Ups

Wenn man „Startup“ als Arbeitgeber hört, so assoziieren Menschen sehr unterschiedliche Eindrücke damit.

Woran denkst du?

Hippe, junge Arbeitskollegen, flache Hierarchien, lockeres Arbeitsumfeld und grenzenlose Möglichkeiten?

Oder zeichnet sich vor deinen Augen eher das Bild eines schlecht bezahlten Jungspunds ab, der versucht, sich verzweifelt eine Karriere aufzubauen? Ein Umfeld, das sich durch Mobbing, leere Versprechungen und endlose, unbezahlte Überstunden auszeichnet?

Die Startup Szene scheint gespalten betrachtet zu werden.

Deutschland, das Land der Ausgebrannten
Deutschland ist laut Auswertungen mit der 40-Stunden-Woche und zunehmenden Burn-Out-Raten eine Workaholic-Gesellschaft. Das Münchener Institut für lösungsorientiertes Denken veröffentlichte beispielsweise bereits 2012 Daten und Fakten zur Verschlechterung der psychischen Gesundheit unter deutschen Arbeitnehmern. Der Dachverband der Betriebskrankenkassen veröffentlichte 2015 einen Gesundheitsatlas, in dem der Blickpunkt Psyche deutlich in den Vordergrund rückte: Depressionen und Burn-Out sind zunehmende Gründe für Arbeitsunfähigkeit oder längere Krankentage im Jahr. Die Belastung auf davon Betroffene wächst zunehmend. Wie es nach weiteren zwei Jahren aktuell in unserer Arbeitsgesellschaft um unser Wohlbefinden steht, werden zukünftige Statistiken noch untersuchen müssen. Doch fest steht, dass es umso reizvoller ist, dein Arbeitsumfeld so angenehm wie möglich zu gestalten. Unsere Jobs machen letzten Endes einen Großteil unseres Alltages aus.

Aktuell ergibt sich die Entwicklung, dass Startups scheinbar als attraktive Arbeitsplätze wahrgenommen werden. Eine Umfrage ergab, dass 73 % aller 18 bis 34 Jährigen in Deutschland gerne für ein Startup arbeiten würden, weil sie sich die Arbeit dort anders vorstellen als bei ihren eher konservativ und traditionell ausgelegten Arbeitgebern. Doch Vorstellung und Realtität haben oftmals weniger gemeinsam als man sich erhofft.

Faszination oder Frustration?

„Kostenloses Frühstück. Bier im Kühlschrank. Ein Tischkicker. Das sind einige der Versprechen, mit denen meine Firma um neue Angestellte wirbt. Auch ein attraktiver Lohn wird versprochen. […] Startups geben sich gerne als Arbeitnehmerparadies.“

So beschreibt es ein Gastautor des Magazins digital present, der sich durch die Berliner Startup-Szene durchgearbeitet hat und im Rückblick sagt: für Startups zu arbeiten ist die Hölle.

Auch wir selbst haben zahlreiche Erfahrungsberichte aus erster Hand von Freunden und Bekannten, die in der Phase ihres Berufseinstiegs in Startups sehr gelitten haben. Dürftige Löhne, hohe Erwartungen, so gut wie keine Einarbeitung on-the-job wie man so schön sagt. Allumfassend wenig Wertschätzung und eine Laissez-faire-Mentalität. Anpacken und erfolgreich werden sieht anders aus.

Zudem lässt die Lernkurve in Startups zu wünschen übrig, argumentiert der anonyme Verfasser von digital present, den wir obig zitieren. Es werde erwartet, sich viel zu viel selbst beizubringen, ohne dass man weiß wie, wo man ansetzen kann und wer dabei hilft – weil keiner helfen kann. Aus Zeitmangel, Lustlosigkeit oder der sturen Haltung, dass Learning by Doing immer noch der beste Lernzuwachs sei. Doch leider ohne den Mitarbeitern nahezulegen wie das Doing denn eigentlich auszusehen hat.

Der sichere Hafen Großunternehmen?
In Großkonzernen hingegen hätte man die Erfahrung, die Expertise und die strengen Regelungen, an die man sich halten muss sowie genügend Personaler und ganze Gewerkschaftseinheiten, die dafür sorgen, dass alles seine rechten Wege nimmt. Gehälter sind in Großunternehmen oftmals der sichere Hafen, wohingegen man sich bei Startups schwer über Wasser halten kann.

Es ist mehr ein irgendwie-damit-Überleben statt zu leben.

Wenn man das hört, graut es einem. Der ein oder andere wird sich selbst an solche Zeiten erinnern und du selbst wirst dich vielleicht fragen, wieso zur Hölle dann noch jemand in Startups einsteigen würde? Warum es in wirtschaftlicher Hinsicht dennoch deutlich positiver aussieht, als es Startups nachgesagt wird, haben wir bereits in unserem Artikel über die Frankfurter Gründerszene dargelegt.

Startup vs. Großunternehmen
Ein unumstrittener Vorteil von Startups ist die Schnelligkeit bei der Umsetzung von innovativen Ideen. Man kann sich meist schneller an die Umsetzung machen als in Großkonzernen, in denen so viele Validierungs- und Überprüfungshürden zu überwinden sind, bis das Tun freigegeben wird. Das kann die Arbeitsethik sowie die Motivation stark eindämmen. Bei Startups hingegen ist das Team meist kleiner. Man kann schneller reagieren, arbeitet agil, flexibel, mit unkonventionellen Herangehenweisen und innovativ.

Startup als lohnenswerter Einsatz in dich selbst
Dazu ist jedoch eins essentiell: Das Team muss stimmen, die Menschen motiviert sein und an das Konzept glauben, das sie vertreten. Das bedeutet nicht, dass man sein Leben dafür aufgibt. Weder bedeutet es, Überstunden zu machen, noch sich mit dem Minimum zufrieden zu geben, während der Chef sich in Luxus aalt.

Die Arbeitskonditionen müssen klar kommuniziert werden, regelmäßige Feedbacks sind wesentlich für ein konstruktives Arbeitsklima. Gewisse Richtlinien sollten grundsätzlich von allen Seiten ernst beleuchtet werden, nur so werden Startups zu eben dem Arbeitsparadies, das sich viele vorstellen und erträumen.

Natürlich kann man nie vorhersagen, ob es so wird. Genauso wenig ist man jedoch vor Mobbing in Großunternehmen gefeit. Keiner kann dir zusichern, dass dich ein überdurchschnittliches Gehalt glücklicher macht als eine Beschäftigung, die dich erfüllt, während der Rest zu Lämmlingen mutiert. Morgen kann das Großunternehmen genauso pleitegehen wie ein Startup, denen das Risiko-Image so sehr anhaftet. Vielleicht wirst du dich schneller als du glaubst in einer Situation wiederfinden, in der eines der Großunternehmen sich dazu entschließt im großen Stil Mitarbeiter zu kürzen.

Das kann passieren. In jeder Lebensphase. Überall. Wichtig ist, dass dir deine Tätigkeit Spaß macht, zu dir passt und das Arbeitsklima klasse ist. Das kann für jeden individuell definiert werden.
Wenn du ein Macher bist, der optimistisch in seine Zukunft blickt, spricht nichts dagegen, dein Glück in einem Startup zu versuchen – genauso wenig wie direkt in einen Großkonzern einzusteigen.
Doch erste Berufserfahrungen in der Startup-Szene zu sammeln ist für die persönliche Weiterentwicklung sowie für die berufliche Laufbahn viel wert, denn du lernst wesentliche Grundsätze, die du auf dein gesamtes Leben subsumieren kannst:
1. Easy come, easy go
2. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
3. Weiterentwicklung passiert meistens außerhalb der Komfortzone

Hast du diese drei Grundsätze in deiner beruflichen Laufbahn gelernt, egal ob im Startup oder Großunternehmen, so hast du eines der wichtigsten Dinge mitgenommen.

Das Fazit aus unserer Sicht: Wir lieben es in unserem Startup mitzuwirken und alle Vorteile genießen zu können.