Das Erwachen der digitalen Revolution – ein Zeitverlauf

Das Erwachen der digitalen Revolution – ein Zeitverlauf

Ständig heißt es: „Wir leben in einem digitalen Zeitalter“ Internet, Smartphones und Apps sind im alltäglichen Leben längst angekommen, das Internet der Dinge weiter am Wachsen und künstliche Intelligenzen im Vormarsch. Dennoch scheint noch einiges zu tun zu sein. So betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel erst kürzlich, dass Deutschland nicht im Technikmuseum enden dürfe. Das Land solle sich beim digitalen Fortschritt nicht abhängen lassen. Doch wie hat das mit dem digitalen Fortschritt angefangen? Ab wann begann die digitale Revolution? Heute nehmen wir euch mit auf eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Informatik, des PCs und Internets und wie es unser aller Leben in Deutschland und auf der Welt verändert und vorangebracht hat.

Computer – Computare – Rechnen

Der erste Programmierer der Welt war eine Frau. Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin. Sie schrieb Mitte des 19.Jahrhunderts ein Programm für eine Rechenmaschine, die vier Grundrechenarten beherrschte. Rechenmaschinen gelten als Vorläufer des Computers, was übrigens lateinisch-englisch ist und so viel wie Rechenmaschine bedeutet, und wurden seit Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelt. In den folgenden Jahrzehnten wurden viele solcher Gerätschaften entwickelt, eine serienmäßige Produktion blieb jedoch aus.

Gab es zunächst nur Rechenhilfen, wurde der Computer erstmals im 2.Weltkrieg als elektromechanische und vollelektronische Datenverarbeitungsmaschine entwickelt und benutzt. Diese Maschinen waren jedoch noch richtige Anlagen, die ständig gewartet werden mussten und nur einen Bruchteil der Rechenleistung besaßen, die ein heutiger PC besitzt. In den 1970ern gelang der Firma Intel dann die Überraschung mit ihrem Mikroprozessor – das Herz eines jeden modernen Computers und der ganze Reihen von Transistoren Platz sparend auf einem Stück Silizium unterbringen konnte. Der Grundstein zur Massenproduktion von Personal Computern wurde gelegt. Der Rest verlief fast wie im Zeitraffer.

Mehr als 40 Jahre Innovation

  • 1973 produziert Motorola das erste Handy.
  • 1976 bringt Apple sein erstes Produkt auf den Markt.
  • 1981 treibt IBM mit seinem Personal Computer die PC-Revolution voran.
  • 1985 veröffentlicht Microsoft Windows 1.0.
  • 1989 entwickelt Tim Berners-Lee die Programmiersprache HTML.
  • 1991 wird das World Wide Web geboren.

Tim Berners-Lee, Vater von HTML (HyperText Markup Language) und WWW, beginnt 1989 mit seinen Arbeiten rund um die Internet-Revolution. Das Internet als solches, eine Verbindung zwischen Computern, gab es bis dato schon. Berners-Lee, der zu dem Zeitpunkt im Schweizer Kernforschungszentrum, dem CERN, in der IT-Abteilung arbeitete, sollte eigentlich ein Programm schreiben, das die Kommunikation zwischen Computern in CERN vereinfachen sollte. Er aber denkt größer. Und entwickelt neben dem World Wide Web, das die Infrastruktur des Internets wie ein Auto nutzt, auch noch HTML, URL und http. 1991 stellt er seine Ergebnisse auf der ersten Website der Welt der Weltöffentlichkeit zur Verfügung.
2 Jahre später sind schon 130 Websites, 1997 schon eine Million. Aktuell zählt das World Wide Web mehr als 1,2 Milliarden Websites. And going.

Mit der Einführung des iPhone, des ersten Smartphones, veränderte sich die digitale Welt nochmal komplett.  Andere Hersteller ziehen mit eigenen Produkten nach. Die Verschmelzung von Telefon und Computer ist nun perfekt. Smartphones dominieren heute unser Leben und die Digitalisierung ist endgültig im Alltag angekommen. Der Mensch ist immer mobil, immer erreichbar.

Nächste Woche wird’s wieder spannend! Wir betrachten anlässlich der Deutschen Einheit die Digitalisierungs-Unterschiede in Ost und West und schauen, ob Deutschland wirklich im Technikmuseum landen könnte. Bis dahin!

Nützliches Custom Control für Windows Forms Anwendungen

Nützliches Custom Control für Windows Forms Anwendungen

Der heutige Eintrag richtet sich an die C#/VB.NET Programmierer, die mit Windows Forms arbeiten. Da dies auch seit geraumer Zeit mein Hautpeinsatzgebiet ist, macht es mir besonders Spaß, heute etwas darüber zu erzählen. Ich möchte euch eine Custom Windows Forms Control vorstellen, die von einem gewissen Philip Piper erstellt wurde. Der Name dieses kleinen Wunders ist ObjectListView. Ich muss zugeben der Name ist eher funktional als episch, aber dennoch sollte dieses Custom Control bei jedem WinForms Programmierer im Repertoire sein. Die ObjectListView, ab sofort oLvw genannt, unterscheidet sich stark von der altbekannten ListView. Die oLvw ist wie der Name bereits andeutet stark objektorientiert und von Hause aus aktiv. Hier ein kleines Schaubild vom Prozess, den ich gleich erklären werde:

Source

Man kann sich das ganze grob vereinfacht so vorstellen: Man übergibt der oLvw ein Objektmodel, diese wandelt alle Objekteigenschaften in Strings um und stellt sie dar. Dieser Darstellungsprozess verläuft von vorneherein deklarativ, d.h. man beschreibt der Liste ein einziges Mal  was sie für ein Objekt erhält und was sie damit anstellen soll, diese hält sich an eure Beschreibungen und macht von da an alles automatisch. Das ganze alte System, das auf ListViewItem.Add()  basierte, fällt komplett weg. Jegliche neue Daten, die in die oLvw sollen, werden dem Quellobjekt hinzugefügt, die Liste verarbeitet das ganze wieder nach eurem Schema und stellt es dar.

Hier ein kleines Beispiel von mir: Angenommen wir haben uns eine Datenbank mit unseren bisher angesehenen Filmen erstellt und wollen diese nun in einem kleinen Tool darstellen. So etwas ist prädestiniert für die oLvw, da jegliches Update der Datenbank ein Update unserer Datenquelle bedeutet und unsere oLvw sich somit um den Rest kümmert.

  • Gehen wir davon aus, dass wir bereits eine Datenbankverknüpfung erstellt haben inklusive Tableadapter. Einfacherweise fügen wir die oLvw per Designer unserer Form hinzu. Nun kommen wir zu einer sehr überschaubaren Anzahl an Code Zeilen:
    Drei Zeilen Code und wir erhalten das unten gezeigte Bild ohne, dass wir explizit Items adden mussten:

  • Das ganze ist nun einfach und funktional, aber wir wollen, dass es auch schön aussieht. Daher gibt es auch hierfür ein paar kleine Tricks mit denen wir unsere Tabellen verschönern und besser ordnen können:

  • Weiterhin gibt es noch spaltenspezifische Funktionen, mit denen man den Inhalt der Spalte visuell verändern kann. Es gibt zum einen die Möglichkeit solche sogenannten Renderer selbst zu erstellen oder einen aus bereits vorimplementierten zu nutzen. Hier zeige ich euch wie man einfach durch einen vorimplentierten Renderer die Bewertungen in Sterne umwandeln kann:

Das war es zu dem kleinen Beispiel. Es ist nur ein ganz kleiner Einblick von dem, was dieses Custom Control überhaupt kann. Es gibt noch diverse andere Renderer sowie noch weitere Abwandlungen der oLvw, die in der selben DLL enthalten sind. Diese sind für verschiedene Projekte besser geeignet als andere und umgekehrt, beispielsweise updatet sich die DataListView von selbst, sobald die Datasource sich ändert. Alle verschiedenen ListViews und Designmöglichkeiten zu erklären, würde den Rahmen eines Blogeintrags sprengen, daher kann ich euch nur ans Herz legen, diese auf der offiziellen Seite von der ObjectListView nachzuschauen. Wenn ihr weitere Fragen habt, könnt ihr diese gerne hier stellen oder auf Facebook unter dem Post ein Kommentar hinterlassen. Wer sehr spezifische Fragen hat, kann sich auch im offiziellen Diskussionsthread melden.