Das ambivalente Image von Start-Ups

Das ambivalente Image von Start-Ups

Wenn man „Startup“ als Arbeitgeber hört, so assoziieren Menschen sehr unterschiedliche Eindrücke damit.

Woran denkst du?

Hippe, junge Arbeitskollegen, flache Hierarchien, lockeres Arbeitsumfeld und grenzenlose Möglichkeiten?

Oder zeichnet sich vor deinen Augen eher das Bild eines schlecht bezahlten Jungspunds ab, der versucht, sich verzweifelt eine Karriere aufzubauen? Ein Umfeld, das sich durch Mobbing, leere Versprechungen und endlose, unbezahlte Überstunden auszeichnet?

Die Startup Szene scheint gespalten betrachtet zu werden.

Deutschland, das Land der Ausgebrannten
Deutschland ist laut Auswertungen mit der 40-Stunden-Woche und zunehmenden Burn-Out-Raten eine Workaholic-Gesellschaft. Das Münchener Institut für lösungsorientiertes Denken veröffentlichte beispielsweise bereits 2012 Daten und Fakten zur Verschlechterung der psychischen Gesundheit unter deutschen Arbeitnehmern. Der Dachverband der Betriebskrankenkassen veröffentlichte 2015 einen Gesundheitsatlas, in dem der Blickpunkt Psyche deutlich in den Vordergrund rückte: Depressionen und Burn-Out sind zunehmende Gründe für Arbeitsunfähigkeit oder längere Krankentage im Jahr. Die Belastung auf davon Betroffene wächst zunehmend. Wie es nach weiteren zwei Jahren aktuell in unserer Arbeitsgesellschaft um unser Wohlbefinden steht, werden zukünftige Statistiken noch untersuchen müssen. Doch fest steht, dass es umso reizvoller ist, dein Arbeitsumfeld so angenehm wie möglich zu gestalten. Unsere Jobs machen letzten Endes einen Großteil unseres Alltages aus.

Aktuell ergibt sich die Entwicklung, dass Startups scheinbar als attraktive Arbeitsplätze wahrgenommen werden. Eine Umfrage ergab, dass 73 % aller 18 bis 34 Jährigen in Deutschland gerne für ein Startup arbeiten würden, weil sie sich die Arbeit dort anders vorstellen als bei ihren eher konservativ und traditionell ausgelegten Arbeitgebern. Doch Vorstellung und Realtität haben oftmals weniger gemeinsam als man sich erhofft.

Faszination oder Frustration?

„Kostenloses Frühstück. Bier im Kühlschrank. Ein Tischkicker. Das sind einige der Versprechen, mit denen meine Firma um neue Angestellte wirbt. Auch ein attraktiver Lohn wird versprochen. […] Startups geben sich gerne als Arbeitnehmerparadies.“

So beschreibt es ein Gastautor des Magazins digital present, der sich durch die Berliner Startup-Szene durchgearbeitet hat und im Rückblick sagt: für Startups zu arbeiten ist die Hölle.

Auch wir selbst haben zahlreiche Erfahrungsberichte aus erster Hand von Freunden und Bekannten, die in der Phase ihres Berufseinstiegs in Startups sehr gelitten haben. Dürftige Löhne, hohe Erwartungen, so gut wie keine Einarbeitung on-the-job wie man so schön sagt. Allumfassend wenig Wertschätzung und eine Laissez-faire-Mentalität. Anpacken und erfolgreich werden sieht anders aus.

Zudem lässt die Lernkurve in Startups zu wünschen übrig, argumentiert der anonyme Verfasser von digital present, den wir obig zitieren. Es werde erwartet, sich viel zu viel selbst beizubringen, ohne dass man weiß wie, wo man ansetzen kann und wer dabei hilft – weil keiner helfen kann. Aus Zeitmangel, Lustlosigkeit oder der sturen Haltung, dass Learning by Doing immer noch der beste Lernzuwachs sei. Doch leider ohne den Mitarbeitern nahezulegen wie das Doing denn eigentlich auszusehen hat.

Der sichere Hafen Großunternehmen?
In Großkonzernen hingegen hätte man die Erfahrung, die Expertise und die strengen Regelungen, an die man sich halten muss sowie genügend Personaler und ganze Gewerkschaftseinheiten, die dafür sorgen, dass alles seine rechten Wege nimmt. Gehälter sind in Großunternehmen oftmals der sichere Hafen, wohingegen man sich bei Startups schwer über Wasser halten kann.

Es ist mehr ein irgendwie-damit-Überleben statt zu leben.

Wenn man das hört, graut es einem. Der ein oder andere wird sich selbst an solche Zeiten erinnern und du selbst wirst dich vielleicht fragen, wieso zur Hölle dann noch jemand in Startups einsteigen würde? Warum es in wirtschaftlicher Hinsicht dennoch deutlich positiver aussieht, als es Startups nachgesagt wird, haben wir bereits in unserem Artikel über die Frankfurter Gründerszene dargelegt.

Startup vs. Großunternehmen
Ein unumstrittener Vorteil von Startups ist die Schnelligkeit bei der Umsetzung von innovativen Ideen. Man kann sich meist schneller an die Umsetzung machen als in Großkonzernen, in denen so viele Validierungs- und Überprüfungshürden zu überwinden sind, bis das Tun freigegeben wird. Das kann die Arbeitsethik sowie die Motivation stark eindämmen. Bei Startups hingegen ist das Team meist kleiner. Man kann schneller reagieren, arbeitet agil, flexibel, mit unkonventionellen Herangehenweisen und innovativ.

Startup als lohnenswerter Einsatz in dich selbst
Dazu ist jedoch eins essentiell: Das Team muss stimmen, die Menschen motiviert sein und an das Konzept glauben, das sie vertreten. Das bedeutet nicht, dass man sein Leben dafür aufgibt. Weder bedeutet es, Überstunden zu machen, noch sich mit dem Minimum zufrieden zu geben, während der Chef sich in Luxus aalt.

Die Arbeitskonditionen müssen klar kommuniziert werden, regelmäßige Feedbacks sind wesentlich für ein konstruktives Arbeitsklima. Gewisse Richtlinien sollten grundsätzlich von allen Seiten ernst beleuchtet werden, nur so werden Startups zu eben dem Arbeitsparadies, das sich viele vorstellen und erträumen.

Natürlich kann man nie vorhersagen, ob es so wird. Genauso wenig ist man jedoch vor Mobbing in Großunternehmen gefeit. Keiner kann dir zusichern, dass dich ein überdurchschnittliches Gehalt glücklicher macht als eine Beschäftigung, die dich erfüllt, während der Rest zu Lämmlingen mutiert. Morgen kann das Großunternehmen genauso pleitegehen wie ein Startup, denen das Risiko-Image so sehr anhaftet. Vielleicht wirst du dich schneller als du glaubst in einer Situation wiederfinden, in der eines der Großunternehmen sich dazu entschließt im großen Stil Mitarbeiter zu kürzen.

Das kann passieren. In jeder Lebensphase. Überall. Wichtig ist, dass dir deine Tätigkeit Spaß macht, zu dir passt und das Arbeitsklima klasse ist. Das kann für jeden individuell definiert werden.
Wenn du ein Macher bist, der optimistisch in seine Zukunft blickt, spricht nichts dagegen, dein Glück in einem Startup zu versuchen – genauso wenig wie direkt in einen Großkonzern einzusteigen.
Doch erste Berufserfahrungen in der Startup-Szene zu sammeln ist für die persönliche Weiterentwicklung sowie für die berufliche Laufbahn viel wert, denn du lernst wesentliche Grundsätze, die du auf dein gesamtes Leben subsumieren kannst:
1. Easy come, easy go
2. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
3. Weiterentwicklung passiert meistens außerhalb der Komfortzone

Hast du diese drei Grundsätze in deiner beruflichen Laufbahn gelernt, egal ob im Startup oder Großunternehmen, so hast du eines der wichtigsten Dinge mitgenommen.

Das Fazit aus unserer Sicht: Wir lieben es in unserem Startup mitzuwirken und alle Vorteile genießen zu können.

CeBIT 2017 featuring „High-Tech-Nation“ Japan

CeBIT 2017 featuring „High-Tech-Nation“ Japan

CeBIT Partnerland
Die weltweit größte IT-Messe CeBIT gestaltet sich immer angelehnt an ein Partnerland, unter dessen Motto die Messe ausgeführt wird. Dieses Jahr in Hannover wird Japan die Hauptrolle spielen. Als eines der führenden Länder bezüglich Technik und digitalem Fortschritt und als drittgrößte Wirtschaftsmacht ist Japan ein sehr bezeichnendes Partnerland für die CeBIT. Die „High-Tech-Nation“ schlechthin wird auf mehr als 5.000 Quadratmetern ihre neuesten Entwicklungen präsentieren und die Besuchen mit digitalen Trends überraschen.

Was uns auf der CeBIT erwartet
Eine weitere Ehre für die CeBIT dieses Jahr wird darüber hinaus definitiv der japanische Premierminister Shinzo Abe sein, der von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeladen wurde mit ihr zusammen die Messe zu eröffnen. Damit hört es aber noch lange nicht auf mit bemerkenswerten Persönlichkeiten, denn der klügste Kopf im Gebiet der Robotik, Professor Hiroshi Ishiguro, der nebenbei noch Direktor des Intelligent Robotics Laboratory an der Universität in Osaka ist, wird die CeBIT mit einem Auftritt behelligen, der einen aus den Socken hauen kann: Mit seinem maschinellen Doppelgänger.

Darüber hinaus wird die Diskussion und Abwägung von künstlicher Intelligenz im Fokus stehen. In Japan wundert es einen schon nicht mehr, wenn Roboter einen am Flughafen von Tokio begrüßen, komplex mit den Menschen interagieren können und sie sogar zum richtigen Gate begleiten. Wer dahingehend interessiert ist, sollte bei Halle 4, Stand A38 vorbeischauen.

 Sechs Universitäten beider Länder arbeiten im Netzwerk HeKKSaGOn des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) an Lösungen für Herausforderungen wie der künftigen Energieversorgung und der Digitalisierung. Man darf sich auf viel Spannendes und Zukunftsweisendes freuen!

Respektvoller Umgang nach japanischen Standards
Falls ihr interessiert seid am richtigen (geschäftlichen sowie privaten) Umgang mit unseren japanischen Mitmenschen, so sind einige praktische Verhaltensregeln auf der CeBIT Seite selbst nachzulesen:
http://www.cebit.de/de/news/artikel/sieben-tipps-fuer-das-richtige-verhalten-in-japan-41985.xhtml

Um Fettnäpfchen zu vermeiden und sich später nicht wundern zu müssen, was man falsch gemacht hat, sind diese Tipps durchaus hilfreich. Vor Allem, wenn der ein oder andere geplant hat, auf der CeBIT international mit japanischen Kollegen zu netzwerken, solltet ihr die grundlegenden Höflichkeitsstandards der Japaner befolgen, um einen gewissen respektvollen Grundton anzuschlagen – denn Respekt und Höflichkeit geht in unserem IT-Partnerland über Alles. Auch solltet ihr euch bewusst sein, dass Berufliches und Privates nicht so streng voneinander getrennt wird, wie es bei uns in Deutschland oftmals üblich ist. Im Gegenteil, in dem oben verlinkten Artikel werdet ihr selbst nachlesen können, dass man normalerweise mit seinen Kollegen regelmäßig einen Abstecher in eine Kneipe macht, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Teambuilding wird hier groß geschrieben.
Ein Grundgedanke, den wir bei we {code} it ebenfalls teilen. ?

we {code} it auf der CeBIT
Wir freuen uns sehr bei einer Messe von derartiger Reichweite mitzuwirken und uns neben bekannten Größen der IT-Branche vorzustellen!

Das Highlight von we {code} it besteht in der Vernetzung von Fachkräften und Wirtschaft. Die beste Lehre hilft nicht, wenn nicht gewusst wird, wie sie wertschöpfend in der Praxis einzusetzen ist. Genau da setzt we {code} it an: Wir vereinen unser Team von IT-Experten mit einer ausgewählten Community aus kompetenten Informatikstudenten zu einem Software-Dienstleistungsanbieter.

Seien es Datenbanken, Webprogrammierung, -development und -design, Web- und Desktopsapps oder individuell auf den Kunden zugeschnittene Software. Wir präsentieren uns auf der CeBIT als wichtiger Wirtschaftstreiber, der dem unternehmerischen Bedarf an IT stark aufgestellt begegnet.

Unter dem Projektmanagement und der Qualitätskontrolle von unseren Experten programmieren Studenten die Software für Unternehmen. Damit machen sie we {code} it zu einem verlässlichen Partner für neue Nutzererlebnisse, digitalisierte und automatisierte Prozesse, die zu Innovation und Wettbewerbsfähigkeit verhelfen. Der Kunde wird somit stark am Markt und die Studenten selbst mit jedem abgeschlossenen Projekt gestärkt für den Arbeitsmarkt aufgestellt. Wir sorgen dafür, für unsere Studenten die entscheidende Brücke vom Hörsaal in die Berufswelt zu schlagen und gleichzeitig digitale Prozesse für Unternehmen professionell aufzufahren.