Trends im Webdesign 2019

erstellt am: 14.02.2019 | von: Clara Meyer | Kategorie(n): Blog, We Code It

In diesem Jahrzehnt, welches jetzt schon fast vorbei ist, ist das Internet so stark gewachsen dass es heute nahezu unvorstellbar ist ein Unternehmen ohne eine eigene Website aufzubauen. Daher ist der Look und die Nutzererfahrung dessen enorm wichtig für das Marketing und den damit einhergehenden Erfolg des präsentierten Produkts. Webdesigner leben in diesem Bereich ihre ungezügelte Kreativität aus und prägen dort einen stetigen Wandel. Wo damals noch Raster und Stockfotos von serifenlosen Schriften unterschrieben wurden, experimentiert man jetzt mit lebhaften Illustrationen, kräftigen Farbakzenten und asymmetrischen Layouts.

Aufbau und Layout

Immer mehr wird Minimalismus als klassische und zeitlose Ästhetik eingesetzt. Dabei werden wenige Elemente auf großen Weiß- oder Farbräumen abgebildet, um dem User genau das zu zeigen, wonach er sucht. Auch Farben werden teilweise nur noch minimalistisch verwendet: es lässt sich ein Trend hin zu schwarz-weißen Websites beobachten, bei denen wichtige Elemente mit Farbklecksen unterstrichen werden. Das Schwarz-Weiß erzeugt eine ruhige, kontrastreiche und dadurch eindrucksvolle Atmosphäre und wird unterbrochen durch den vereinzelten Einsatz von Farbe. Für eine lockerere Atmosphäre und perfekt zum Branding eignet sich aber weiterhin für die meisten Webseiten ein bunter Anstrich.

Designer versuchen außerdem, mehr organische Formen und weiche Linien in Websites zu integrieren, um so dem User einen Eindruck von Bequemlichkeit und Zugänglichkeit zu vermitteln. Obwohl Seiten in der Regel auf Basis eines systematischen Rasters eingerichtet sind, versucht man sich in einigen Fällen davon zu befreien, um ihnen mehr Tiefe und eine natürlichere Nutzer-Erfahrung zu verleihen. Geometrische Strukturen sorgen dahingegen für einen stabileren Eindruck.

Ein barrierefreies Internet wird für Webdesigner ein immer größerer Fokus. Sie achten darauf, dass ihre Seiten zugänglich für Screen Reader, übersichtlich gestaltet und mit großen Schriften versehen sind, sodass niemand Probleme hat, sie zu verwenden. Für weitere Schwierigkeiten werden Chatbots in Zukunft immer auffälliger auf Webseiten angeboten, da KI und das maschinelle Lernen aktuell so große Fortschritte macht. Die Bots werden noch intelligenter und effizienter und so angenehmer für den Nutzer.

Was eigentlich kein Trend, sondern ein Grundrecht ist, aber aktuell wie auch in 2018 viele Menschen beschäftigt, ist die Privatsphäre im Internet. Die ist nicht nur wegen der DSGVO ein wichtiges Thema, sondern wurde auch durch den Skandal von Facebook, bei dem aufgedeckt wurde, dass die Daten der Nutzer für Werbezwecke missbraucht wurden. Daher ist heutzutage ein verantwortungsvoller Umgang mit den Daten des Users ein wichtiges Aushängeschild für eine Website. Cookie-Banner müssen deshalb herausstechen und in deutlicher Sprache und Schriftart diese Werte vermitteln.

Texte

Die Texte auf Websites werden kleiner und die Schriftarten verändern sich. Mittlerweile achten Designer bei der Schrift-Wahl vermehrt auf eine Kombination aus Wiedererkennungswert und guter Lesbarkeit. Serifenschriften, die man damals im Webdesign meist links liegen lassen hat und nur für den Print verwendete, sind jetzt auch online im Kommen. Schriften ohne Serifen sind angenehmer zu lesen und eignen sich daher auch weiterhin für längere Texte. Doch erkennt man jetzt, dass man durch Serifen und ihrem dekorativen Aussehen, die Aufmerksamkeit auf Überschriften und Textboxen ziehen kann. Besonders erfolgreich mit dessen Einsatz ist Mailchimp – seit ihrem redesign setzen sie auf Serifenschriften in ihren Headlines. Aber auch experimentelle Schriftarten wie Konturschriften, explodierende Texte, nostalgische Vintage-Fonts und einige mehr.

Grafiken

Im Webdesign weicht man langsam weg von immer gleich aussehenden Stockfotos und bewegt sich hin zu menschlichen Illustrationen, die individualisiert für jede Seite kreiert werden. Diese Figuren sind meist nicht proportional gebaut und in bunten Farben dargestellt. Diesbezüglich entsteht nun auch der Trend, dass dabei 3D-Zeichentechniken verwendet werden. Durch diese Illustrationen hat die Website auf den Nutzer eine persönliche, individuelle und freundliche Wirkung.

Ein wieder aufkommender Trend ist die Glitch-Art. Dabei werden Elemente verzogen, doppelt belichtet oder fehlerhaft dargestellt, um die Aufmerksamkeit des Users zu erwecken und für Verwirrung zu sorgen. Diese Elemente haben einen nahezu psychedelischen, aber auch einen futuristischen Effekt.

Fazit

Das Webdesign geht in viele verschiedene Richtungen, von denen alle äußerst spannend zu beobachten sind. Aber nicht jedem Trend muss direkt hinterher geeifert werden. Es sollte abgewägt werden, ob der Trend zu dem eigenen Konzept passt und wie man ihn bei sich integrieren kann. Besonders wichtig ist, dass eine Seite klar strukturiert und leicht nutzbar ist und dass sie einen bestimmten Wiedererkennungswert hat. Vor allem bei jungen Unternehmen oder kleineren Projekten eignet sich die Einsetzung von Trends, da diese da häufig hineinpassen und am Puls der Zeit sind.

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