Sie sagen es, wir coden es!

Cross-Plattform – die Lösung für das iOS vs. Android Dilemma?

Wie im letzten Beitrag schon erläutert, sollte ein App Programmierer, der nicht gerade bei Apple oder per se eingestellt ist, sondern für Auftraggeber arbeitet, um deren Geschäftsideen in eine funktionierende App zu gießen, auch genau dies tun. Klingt selbsterklärend? Nun ja, der erfahrene App-Entwickler wird wissen, dass dies meist nicht so einfach und schnell umgesetzt ist, wie so mancher Kunde sich erhofft. Um dennoch eine möglichst große Reichweite an App-Nutzern zu erzielen, sollte man darauf achten, eben nicht ausschließlich für iOS oder Android zu programmieren. Dadurch würden mit Sicherheit viele potentielle Kunden verloren gehen.

Denn was für das eine programmiert ist, wird für das andere nicht laufen. Es gilt also sich dranzusetzen und für jedes Betriebssystem die gewünschte App zu schreiben. Das kostet nicht nur Zeit und Energie, sondern den Auftraggeber einiges mehr an Geld, da der Entwickler die App zwei Mal separat schreiben muss.

Auch für den Entwickler selbst eine ziemlich nervenaufreibende Angelegenheit, die viel Detailgetreue, Kleinarbeit und Konzentration erfordert.

Geht das wirklich nicht einfacher?

Da Softwareentwickler so viel Zeit und Aufwand sparen wollen wie nur möglich, hat man natürlich auch für Situationen wie diese einen Lösungsansatz entwickelt – Cross Plattform. Wie der Name schon sagt, kann man auf einer Plattform Schnittmengen programmieren für eine App, die auf verschiedenen Betriebssystemen auf dem Smartphone laufen soll.

Mit Frameworks wie Xamarin, PhoneGap, oder Titanium und zahlreichen weiteren Möglichkeiten, die auf Webtechnologien wie HTML, C# und JavaScript basieren, kann man eine App nur einmal schreiben und sie auf allen Smartphones mit verschiedenen Betriebssystemen laufen lassen. Hört sich eigentlich wie die Lösung schlechthin an und das oben beschriebene Problem erscheint ziemlich unnötig aufgebauscht, wenn es doch so etwas wie Cross Plattform gibt. Doch ganz so einfach ist das leider nicht, da nativ geschriebene Apps immer noch im Vorteil sind. Mit nativen Apps sind hierbei Betriebssysteme wie Android und iOS gemeint, die in ihrer eigenen Entwicklungsumgebung und ihrer zuständigen Sprache geschrieben sind. Vergleichbar ist dies mit Muttersprachlern (sprich Natives), die unter sich reden, statt mit anderen auf einem einigermaßen akzeptablem Englisch Niveau, sodass man sich auch noch mit anderen unterhalten kann. Letzteres wäre im übertragenen Sinne die Cross Plattform Variante.

Schnittmenge Cross Plattform – der App-Allrounder
Dazu kann man durchaus unterschiedliche Meinungen haben, denn wieso sollte man sich nicht einfach auf Englisch unterhalten, damit auch möglichst viele mich verstehen können? Der Vorteil hierbei ist natürlich erstmal, dass ich so viel mehr Leute ansprechen kann ohne jemanden auszuschließen, auch wenn jeder von uns eine jeweils andere Muttersprache hat. So verhält es sich auch mit der Cross Plattform, die es ermöglicht Android, iOS, Windows oder Blackberry User anzusprechen und die Apps für jedermann zur Verfügung zu stellen. Keiner ist aufgrund seines Betriebssystems und der Wahl seines Smartphones von dem Zugang der App ausgeschlossen. Grundlegend eine ausschließlich positive Sache, die dem Auftraggeber sowie Entwickler es ermöglicht, die App auf möglichst breite Masse weiterzugeben. Wie schon erwähnt, braucht man für die Entwicklungsumgebungen für eine Cross Plattform App Kenntnisse in JavaScript, HTML und CSS – oder C# für Xamarin. Das sind die Sprachen, die ein App Entwickler beherrschen sollte, um sich in die Aufsetzung einer Cross Plattform einzuarbeiten.

Gibt es einen Haken?

Weg vom Englisch-Vergleich, hin zum konkret technischen Pro-Contra. Kommen wir nun zu dem Haken, den solch eine Allrounder Lösung über kurz oder lang aufweist:

Eine Cross Plattform kann natürlich nur einen Teil der möglichen Features und Assets abbilden, die in einer nativen App vorhanden sind. Zu einer Wettbewerbsbeschränkung kann es also dann kommen, wenn iOS oder Android Updates durchführen und neue Funktionalitäten rausbringen, die in einer Cross Plattform – App noch nicht integriert werden konnte und die Nutzer somit auf diese Funktionen verzichten müssen, die eine native App demzufolge automatisch auch kann, sobald ein Update der Betriebssysteme durchgeführt wird. Das könnte einige Nutzer stören und somit von der entwickelten Cross Plattform -App Abstand nehmen lassen, was natürlich sehr schade ist.

Wann lohnt sich Cross Plattform, wann native Entwicklung?

Man sollte sich als angehender App-Entwickler also immer die Frage stellen, wann die Umsetzung der Idee eine native App Entwicklung erfordert und wann eine Cross Plattform Entwicklung.
Bei einer Gaming App ist beispielsweise die Performance sehr wichtig. Graphische Anforderungen sowie die Rechnerleistung müssen on top sein und eins a funktionieren. Hier macht der Cross Plattform Ansatz keinen Sinn. Eine saubere, native Entwicklung ist hierbei erforderlich.

Ebenso gibt es Fälle, in denen auf die Smartphone-eigenen Ressourcen zurückgegriffen wird und viele Daten schnell und responsive verarbeitet werden müssen. Auch hierbei würden wir raten, sich an einzelne native Entwicklungen zu machen.

Quality Over Quantity

Als abschließendes Fazit lässt sich sagen, dass der Cross Plattform Ansatz eine kostengünstige und gute Variante ist, um viele App-Nutzer mit an Bord zu holen und die App grundsätzlich jedem zur Verfügung zu stellen. Energie, Zeit und Kosten werden gespart, wovon wir – wer nicht? – ein großer Fan sind.
Dennoch gilt das Prinzip Quality over Quantity gerade in Bereichen, in denen Kunden den Erfolg des Produkts bestimmen. Wenn die Qualität mit der Cross Plattform also gegeben ist, ist sie ein hilfreicher Allrounder. Sprechen Aspekte, wie die oben genannten dagegen, sollte man davon absehen.

Wir hoffen, dass der Beitrag beim Entscheidungsweg helfen konnte und die wichtigsten Pros und Contras in den Vordergrund gestellt hat.

Wir freuen uns über Feedback und weitere Anregungen in der Kommentarspalte.

Welche Aspekte für den Erfolg einer App zu oft missachtet werden

Im Durchschnitt verliert eine App nach dem ersten Tag 75% ihrer User.
Ziemlich deprimierend, wenn man mit Herzblut und Schweiß Monate in ein Projekt investiert hat, von dem man mehr als überzeugt ist und die User, für die man die App entwickelt hat, mir nichts dir nichts abspringen. Dass eine App im Durchschnitt nur einen Tag Zeit hat sich zu beweisen, ist normal. Der Mensch ist ein ungeduldiges Wesen und ist gewohnt daran im digitalen Zeitalter alles jetzt sofort zu bekommen. Funktionieren soll es und das gefälligst zackig. Bindet das Konzept dann nicht vom ersten Moment an, ist die Motivation, die App dauerhaft zu benutzen auch schon dahin. Deswegen sollte eine App mehrere Testphasen überstanden haben bis man diese der Öffentlichkeit präsentiert. Die Zeit sollte man sich nehmen. Je ungeduldiger die Zielgruppe, desto geduldiger müssen die Entwickler und Konzepter bei der Umsetzung der App sein.

Hält eine App den Nutzer beschäftigt, wird er immer wieder zu dieser zurückkehren.
Ist dies nicht kontinuierlich gegeben, wird der User immer seltener darauf zurückgreifen.
Die Apps mit der meisten Retention-Rate (zu Deutsch Rückkehr-Rate) sind Gaming Apps und Chat bzw. Messaging Apps. Das erklärt den Hype um Pokémon Go und Super Mario Run sowie Facebook, WhatsApp und Co., indem soziale Aspekte sowie Beschäftigungs- und Interaktionsfaktoren erfolgreich gegeben sind.

Nicht nur auf hohe Downloadraten sollte abgezielt werden.
Viele Entwickler und Konzepter lassen nach wie vor außer Acht, dass die Rückkehr- und Interaktionsraten Ziel der Sache ist. Downloadraten sind lediglich die Basis, von der aus man sich hocharbeitet. Die Rückkehrrate ist für den langfristigen Erfolg einer App ebenso essentiell und eine Klasse für sich, die im App-Marketing gemeistert werden muss. In den meisten Untersuchungen wird ein Zeitrahmen von 7 Tagen gesetzt, um die Rückkehrrate zu messen und einen Wochenzyklus darzustellen, der die durchschnittliche Interaktion des Users abzeichnet.
Essens- und Getränke Apps weisen laut einer Untersuchung des Unternehmens appboy deutlich niedrigere Retentionrates auf, steigen aber nach Tag 7 wieder, was darauf schließen lässt, dass sie zwar nicht so oft wie Social Media Apps genutzt werden, der Durchschnitts-User von Essens- und Getränkeapps aber wöchentlich oder in anderen regelmäßigen Zeitabständen darauf zugreift. Je nach App-Klasse sind die Retentionrates also unterschiedlich zu bewerten. Absteigende Retentionrates in der ersten Woche nach Installation bedeutet bei den Food & Beverage Apps also nicht unbedingt, dass diese nicht erfolgreich sind, da es hierbei eher um den langfristig regelmäßigen Gebrauch geht. Einmal die Woche wäre hierbei außerordentlich gut. Dass ein User sich jeden Tag etwas liefern lassen möchte, wäre utopisch und somit ist es logisch, dass man die Interaktion mit solchen App-Klassen nicht mit Messaging-Apps vergleichen sollte. Das Ziel der App sollte also vorab definiert werden und die Zahlen, die man rausbekommt realistisch interpretiert werden.

Die wichtigsten Aspekte für euch runtergebrochen

Der Nutzen – simpel und logisch. Wann fährt die nächste Bahn? Schnell die Deutsche Bahn App oder RMV App runtergeladen. Wo ist der nächste Rewe? Google Maps benutzt. Heute mal keine Lust auf Kochen. Wie wär’s mit einer Sushi Box? Schnell die nächste Liefer-App runtergeladen.

Die Interaktionsmöglichkeit –  Menschen sind Sozialwesen. Sie wollen reden und sich reden hören. Chats, Kommentarfunktionen oder Interaktionen mit künstlichen Intelligenzen (wie z.B. Erfolgsintelligenzen wie Siri oder Alexa) werden aus genau diesem Grund immer wiederkehrend benutzt.

Das Beschäftigungsangebot – hierbei ist die Kreativität und die richtige Interpretation dessen, was den Kunden glücklich macht, gefragt.

Sucht auch ihr eine umfassende IT-Beratung oder App-Programmierung, dann wendet euch gerne an unser Experten Team. we {code} it ist professionell aufgestellt, um jedes Anliegen effizient umzusetzen und euch bei euren Zielen zu unterstützen. Gemeinsam arbeiten wir daran, eure Idee bis hin zum perfekten Launch zu bringen.